Kultur & Freizeit

Übder den Dächern Goslars

Goslar - Stadt mit Kultur: Erleben Sie künstlerische Kontraste

"Goslarer Krieger" von Henry Moore im KaiserpfalzgartenGoslar, eine Stadt der Kunst: Schon die vielen Werke im öffentlichen Raum weisen auf eine hohe Kunstaffinität der Goslarer hin, deren Engagement, z.B. im Verein zu Föderung Moderner Kunst und weiteren Kulturinitiativen, zu einer breiten Palette an künstlerischen Angeboten, Ausstellungen und Events führt.

Der Kaiserring, ein international renommierter Kunstpreis der Stadt Goslar, wird jährlich im Oktober verliehen und lockt die großen zeitgenössischen Künstler in die Stadt. Viele von ihnen haben sich mit Arbeiten im Stadtbild verewigt, wie z.B. Henry Moore, Max Bill oder Richard Serra. Das Gros der Kunstobjekte findet sich aber im und am Mönchehaus, Museum für moderne Kunst, und seinem angrenzenden Skulpturengarten. 1975 erhielt Henry Moore als erster Preisträger den Kaiserring und wählte als Standort für seine Skulptur "Goslarer Krieger" den Garten hinter der Kaiserpfalz.

Eine weitere prominente Persönlichkeit verschlug es einst in den Oberharzer Stadtteil Hahnenklee: Der Komponist Paul Lincke begeisterte sich für die gesunde Luft des Harzes. Ihm zu Ehren wird heute in jedem zweiten Jahr ein Preis, der Paul-Lincke-Ring, an bekannte deutsche Musiker vergeben.

Auch Events zählen zu den Goslarer Kulturhighlights. Große und kleine Veranstaltungen begeistern ihre Besucher, z.B. die Tage der Kleinkunst im Juni mit hochkarätigem Theater, Kabarett, Comedy und Musik. Für Klassikfreunde ist das Internationale Musikfest Goslar/Harz, Podium junger Künstler, im August zu empfehlen.

Goslars Kaiserring

Goslars Kaiserring Seit 1975 vergibt die Stadt Goslar jedes Jahr im Oktober den „Kaiserring“. Der Kaiserring ist eine ideelle Auszeichnung für eine(n) international herausragende(n) Künstler(in) der Gegenwart, deren oder dessen Werk der Kunst unserer Zeit wesentliche Impulse gegeben hat.

Der Kaiserring zählt zu den weltweit bedeutendsten Kunstpreisen. Seine Reputation verdankt er einer Jury, die mit hochrangigen Museumsfachleuten besetzt ist. Der Kaiserring ist ein in Gold gefasster Aquamarin, in den das Siegel Kaiser Heinrich IV. eingraviert ist. Er wird jedes Jahr, für jeden Ausgezeichneten neu, von dem Worpsweder Goldschmied Hadfried Rinke angefertigt.

Zu den Kaiserring-Veranstaltungen im Oktober gehört zunächst das festliche „Kaisermahl“, das am Vorabend der Preisvergabe im Großen Heiligen Kreuz stattfindet. Ein besonderes Highlight ist die Begegnung mit dem/r Kaiserringträger/in im Mönchehaus-Museum für moderne Kunst Goslar. Die Überreichung des Kaiserringes erfolgt im Rahmen einer Sondersitzung des Rates der Stadt Goslar durch den Oberbürgermeister in der Kaiserpfalz. Vor großem Publikum hält hierbei ein Kunstexperte die Laudatio auf die/den neue(n) Preisträger(in). Im Anschluss an die festliche Zeremonie eröffnet das Mönchehaus Museum eine Ausstellung mit Werken des/der Kaiserringträgers/in.

Ausgewählte Werke der Kaiserringträger werden im Rahmen der ständigen Sammlung des Mönchehaus Museums gezeigt.

Weitere Informationen zum Kaiserring

Mönchehaus Museum Goslar
Mönchestraße 1, 38640 Goslar
Tel. 05321-29570 oder 4948, Fax 05321-42199
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet www.moenchehaus.de

Der Goslarer Kaiserring 2014 geht an Wiebke Siem

Foto Werk: Courtesy: Wiebke Siem und Johnen Galerie, Berlin  Titelinfo:   Wiebke Siem  „Niema tego złego coby na dobre nie wyszło“  2007  alte Küchenmöbel, Kunstharz, Stoff, Schaumstoff, Licht; Lampenobjekt  200 x 110 x 95 cm - 79 x 43 x 37.4 in.Wiebke Siem erhält den Goslarer Kaiserring des Jahres 2014, einen der renommiertesten Kunstpreise der Gegenwart. Das gab Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk beim traditionellen Neujahrsempfang in der Goslarer Kaiserpfalz bekannt.

Die in Berlin lebende 59jährige Bildhauerin und Objektkünstlerin wird den Kaiserring am 11. Oktober 2014 in Goslar entgegen nehmen. In ihrer Begründung beschreibt die Kaiserring-Jury Wiebke Siem als eine gleichermaßen sehr menschliche und sehr intellektuelle Künstlerin.

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Alle Kaiserringträger in chronologischer Übersicht

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk mit Kaiserringträgerin Rosemarie TrockelDer erste Träger des Goslarer Kaiserringes war der berühmte britische Bildhauer Henry Moore. Hinter der Kaiserpfalz steht Moore’s Skulptur „Der Goslarer Krieger“ von 1975. An vielen Stellen in der Stadt treffen Sie auf weitere Skulpturen von Kaiserringträgern, sei es das „Tor in Goslar“ von Max Bill im Neuwerksgarten, die „Gedenkstätte Goslar“ von Richard Serra vor dem Breiten Tor oder das „Hexagon-S“ von Victor Vasarely im Garten des St. Annenhauses. Spektakulär ist der „Package on a Hunt“, einer der letzten Erz-Förderwagen, den Christo und Jeanne-Claude anlässlich der Schließung des Bergwerkes Rammelsberg 1988 in Goslar verhüllt haben. Heute befindet er sich im Bergbaumuseum als Leihgabe des Mönchehaus Museums.

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