Sanierung des Hotels Brusttuch Drucken E-Mail
Freitag, den 08. Juli 2011 um 06:31 Uhr

Neues Farbkonzept für aufwändige Schnitzereien

Das Fachwerkobergeschoss des Hotels Brusttuch, das sich durch ein reiches figürliches Schnitzwerk auszeichnet, wird derzeit im Rahmen des Investitionsprogramms für Welterbestätten saniert. Vor allem die zu dichten Farbanstrichsysteme der letzten Jahrzehnte und eindringendes Regenwasser hatten hier zu Schädigungen an der Fachwerksubstanz geführt. Stark geschädigte Hölzer müssen zum Teil ausgetauscht und durch einen Holzbildhauer nachgeschnitzt werden. Im Zuge der Sanierungsarbeiten soll das Fachwerkobergeschoss nun auch einen neuen Farbanstrich erhalten.

Dieses Farbkonzept stellten Verwaltungsvorstand Burkhard Siebert und Fachbereichsleiterin Marion Siegmeier gemeinsam mit Dipl.-Ing. Cordula Reulecke vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, dem beauftragten Restaurator Holger Windmann sowie Hoteleigentümer Heinrich Oberhuber vor. Die aufwändigen Schnitzereien werden nun durch eine monochrome (einfarbige) Farbfassung, wobei das Schnitzwerk durch Farbnuancierungen etwas aufgehellt werden wird, besser zur Geltung gebracht.

Cordula Reulecke und Holger Windmann erläuterten, dass zunächst durch freie Restauratoren unter enger Begleitung durch den Amtsrestaurator des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege die Hölzer des Fachwerkes, die Gefache und die Fenster auf Farbspurenreste untersucht wurden. Da die Ursprungsfarbigkeit nicht schlüssig nachgewiesen werden konnte und zudem die Umbauphase von 1870 das Baudenkmal derzeitig maßgeblich mit prägte, wurde unter weiterer Zuhilfenahme von zahlreichen Abbildungen des Brusttuches sowie landesweiter Vergleichsanalysen dieses monochrome Farbkonzept entwickelt, wobei die Gefache und Fenster einen Begleitstrich im Holzton erhalten. Am Erker konnten die Bleiverglasungen bereits wieder hergestellt werden. Entsprechend vorhandener Abbildungen wurden in die Oberlichter Glasmalereimotive integriert, die das Wappen und den Erbauer Tilling in Grisaille-Technik darstellen.

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Bildmaterial zur Pressemitteilung:

Restaurator Holger Windmann erläutert das Farbkonzept

 

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