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Mittwoch, den 02. Juni 2010 um 13:41 Uhr |
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Besichtigung der Baudenkmale am Welterbetag
Im Rahmen des Bundes-Programms „Investitionen in nationale UNESCO-Welterbestätten“, an dem sich auch das Land Niedersachsen beteiligt, werden in der Altstadt Goslar hochwertige Baudenkmäler saniert. Zum Welterbetag am 6. Juni 2010 werden einige Projekte vorgestellt und können besichtigt werden:
Thomasstraße 2 Wehrturm „Dicker Zwinger“, Sanierung der Deckenbalkenlagen Besichtigung zwischen 14:00 und 17:00 Uhr, Erläuterungen durch den Bauherrn
Neue Straße 21 Vergangenheit und Zukunft des Oberen Wasserlochs Vorgestellt durch den Bauherrn Führung: 14:00 und 16:00 Uhr
Beekstraße 16 Modellhafte Sanierung eines Bergarbeiterhauses. Besichtigung zwischen 14:00 und 17:00 Uhr. Erläuterungen durch den Architekten bzw. Bauherrn. Beim Betreten der Baustelle ist auf geeignetes Schuhwerk zu achten.
Rosentorstraße 27 Kemenatenräume des ehemaligen Klosters Neuwerk 14:15: Führung durch die Räume (Stiftung Kloster Neuwerk Maria in horto)
Im Wehrturm „Dicker Zwinger“ am Thomaswall kann die bereits abgeschlossene Sanierung der historischen Deckenbalkenlagen besichtigt werden. Die durch Echten Hausschwamm befallenen und stark geschädigten originalen Deckenbalken von 1517 wurden fachmännisch saniert. Darüber hinaus war es erforderlich, die bis zu 6 Meter dicke Mauerkrone des Zwingers vom Bauschutt der vergangenen Jahrhunderte zu befreien, so dass hier neue Einblicke auf die historische Bausubstanz möglich werden. Der Bauherr steht hier für individuelle Führungen und Fragen zur Verfügung.
Der Gebäudekomplex Neue Straße 21 am Liebfrauenberg, der sich als Brückenbau über die Abzucht spannt, wurde im Rahmen des Programms bauhistorisch und bautechnisch untersucht. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen wichtigen Teil der historischen Stadtbefestigung Goslars, nämlich das sog. Obere Wasserloch. Am Sonntag kann dieses Objekt, das sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, besichtigt werden. Der Eigentümer und Bauherr ermöglicht im Rahmen von zwei Führungen Einblicke in den noch vorhandenen Wehrturm bzw. Wehrgang dieses imposanten Brückenbauwerks und stellt das Sanierungskonzept vor.
Das ehemalige Bergarbeiterhaus Beekstraße 16 wird im Rahmen des Programms „Investitionen in nationale UNESCO-Welterbestätten“ modellhaft saniert. Auf der Grundlage von bauhistorischen Untersuchungen und Bauschadensanalysen wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet, wobei die Gestaltung einer zu rekonstruierenden, ehemals vorhandenen hohen Diele im Mittelpunkt der noch nicht abgeschlossenen fachlichen Diskussion steht. Darüber hinaus soll das Objekt auch in Hinblick auf eine energetische Gebäudesanierung eine Vorbildfunktion für andere Bauherren übernehmen. Die Eigentümer bzw. der Architekt stellen vor Ort das Objekt vor.
Noch nicht begonnen wurde die geplante Restaurierung von zwei historisch besonders wertvollen Räumen in der Kemenate des ehemaligen Klosters Neuwerk in der Rosentorstraße 27. Hier befindet sich im Erdgeschoss eine historische Küche mit gemauertem und überwölbtem Herd. Darüber ist ein ehemals beheizbarer Wohnraum des Klosters mit Deckenmalereien der Zeit um 1400. Beide Räume sollen in ihrer Substanz gesichert und die bauhistorisch wertvolle Ausstattung restauriert werden. Die Stiftung Kloster Neuwerk „Maria in horto“ führt am Welterbetag durch die Räume.
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