| „Hände – Faszination und Magie“ |
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| Dienstag, den 07. September 2010 um 12:15 Uhr | ||
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Herausragende Kunstsammlung ab 18. September im Goslarer Museum Die Privatsammlung, die das Goslarer Museum vom 18. September bis zum 14. November präsentiert, „hat es in sich“: Die Liste der ausgestellten Künstler liest sich wie ein „Who’s who“ der modernen Kunst: Von Delacroix bis Picasso, von Tony Cragg, über Elvira Bach, Rainer Kriester, Peter Lindbergh bis Tom Wesselmann, dazu zahlreiche Kaiserringträger von Beuys über Immendorff, Baselitz, Chillida und Cindy Sherman bis zu David Lynch, dem der Kunstpreis für das Jahr 2010 am 9. Oktober von Oberbürgermeister Henning Binnewies in der Kaiserpfalz überreicht wird. Aber auch Goslarer Künstler fehlen nicht, wie Ursula Focke, Walter Kaune und Rudolf Sattler. Allen ausgestellten Kunstwerken gemeinsam ist ihr Thema: die menschliche Hand. Sie ist mehr als ein „Greifwerkzeug der oberen Extremitäten“. Mit der Hand „begreifen“ wir, setzen das, was das Gehirn an Kreativem erdenkt, in die Wirklichkeit um: Malen, Gestalten, Musizieren. Die Hand ist unser wichtigstes Werkzeug der „nonverbalen Kommunikation“ – vom sanften Streicheln bis zum drohenden Schütteln der geballten Faust und schließlich dem „handgreiflich“ werden. Ein Thema, das jeden fasziniert, besonders den Sammler selbst, der sich einen Großteil seiner beruflichen Karriere mit der menschlichen Hand beschäftigt hat: Prof. Dr. Hans Zilch wirkte fast 30 Jahre lang an den Krankenhäusern in Bad Harzburg und Goslar, er war Präsident der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie. Die Zeitschrift „Focus“ wählte ihn zu den Besten seines Fachs. Er war gefragter Referent, auch im Ausland. „Die menschliche Hand ist eine wesentliche Voraussetzung für die Menschwerdung“, sagt Zilch und befindet sich damit auf einer Linie mit Immanuel Kant, dem der Satz: „Die Hand ist der sichtbare Teil des Gehirns“ zugeschrieben wird. 1999 wurden Teile der Sammlung Zilchs, die sich seither stetig vergrößert hat, im Goslarer Mönchehaus Museum präsentiert und 2006 bereicherte eine Auswahl eine Ausstellung in der Kunstbibliothek am Berliner Kulturforum. Die Ausstellung im Goslarer Museum folgt ganz bewusst der Konzeption der Sammlung selbst: nicht die Prominenz von Künstler oder Kunstwerk gibt die Auswahl vor, sondern der Stellenwert innerhalb der Sammlung. Bei der „Hängung“ tritt der Grundsatz des „weniger ist mehr“ hinter der Entscheidung zurück, die ungeheure Vielfalt der künstlerischen Annäherung an das faszinierende Thema widerzuspiegeln. Die Ausstellung wird am 18. September, um 18 Uhr, von Oberbürgermeister Binnewies eröffnet, im Anschluss spricht Prof. Zilch ein Statement zu seiner Sammlung. Im Begleitprogramm bietet der Sammler selbst dann abendliche Führungen durch die Ausstellung an, deren Termine gesondert bekannt gegeben werden. Öffnungszeiten des Museums : Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr Plakat und Handzettel als pdf downloaden Pressemitteilung als pdf downloaden Bildmaterial zur Pressemitteilung: Foto: Ursula Focke: Handgebärden, Bronze 2003
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