Verleihung des Paul-Lincke-Rings am 7. Mai 2009 an „Die Fantastischen Vier“ Drucken E-Mail
Donnerstag, den 07. Mai 2009 um 15:03 Uhr

Mit dem Song „Die da“ stieg die Rap-Band „Die Fantastischen Vier“, Spitzname „Fanta4“ 1992 kometenhaft in die deutschen Charts auf und machte damit den deutschsprachigen Hip-Hop, eine Art Sprechgesang, populär.

Die Stadt Goslar würdigt das musikalische Schaffen der Band mit der Verleihung des Paul-Lincke-Rings für 2009. Im Rahmen eines Festaktes im Goslarer Stadtteil Hahnenklee wurden „Die Fantastischen Vier“ am Donnerstag, 7. Mai 2009, um 14:30 Uhr, im Kurhaus Hahnenklee mit dem Paul-Lincke-Ring ausgezeichnet. Über die Zuerkennung entscheidet eine Jury aus zehn Mitgliedern. Sie begründete ihre Entscheidung für die Band „Die Fantastischen Vier“ unter anderem mit „ihrer sehr positiven Resonanz bei jungen Leuten auf ihre Rap- und Repopmusik“. Oberbürgermeister Henning Binnewies wies im Rahmen der Verleihung darauf hin, dass „Die Fantastischen Vier“ mit ihrem Musikstil, der seine Ursprünge in den afroamerikanischen Ghettos der 1970er Jahre in New York hat, den Zeitgeist der Jugend treffen. Laudator Ralf Niemczyk würdigte „Die Fantastischen Vier“ als Musiker, „denen es gelungen ist, über zwanzig Jahre hinweg eine zutiefst afro-amerikanische Ausdrucksform für den europäischen und somit auch deutschen Musikkanon fort zu entwickeln.“ Er wies darauf hin, dass das Leben und Wirken der Preisträger ein erstaunliches Beispiel dafür sei, wie man sich auf lange Sicht und mit einer vielschichtigen Substanz durchsetzen könne, ohne in den Untiefen der populären Musik hängen zu bleiben. Mit den Fantastischen Vier sei der einst von den Initiatoren des Paul-Lincke-Rings ins Spiel gebrachte „Brückenschlag“ der vormaligen Unterhaltungs-Generation in die heutige Musikwelt vollzogen. Der Ring sei sozusagen weiter gewandert.

Seit 1955 verleiht die Stadt Goslar zum Gedächtnis an den Komponisten Paul Lincke („Berliner Luft“) alle zwei Jahre den nach ihm benannten Ring. Der in Berlin geborene und lebende Lincke hatte 1946 auf dem Friedhof in Hahnenklee seine letzte Ruhestätte gefunden. Seitdem wird das Andenken an den Komponisten, der als Schöpfer der Berliner Operette gilt, durch diese Auszeichnung wach gehalten.

Fotos:

Verleihung: Fanta4 mit Oberbürgermeister Henning Binnewies (Mitte) und der Großnichte Paul-Linckes, Margot Lincke-Madersbacher Quelle: Stadt Goslar

Verleihung2: Fanta4 mit Oberbürgermeister Henning Binnewies (Mitte) Quelle: Sven Eichler, Veranstaltungsmagazin trend.

Pressemitteilung veröffentlicht am 2009-05-07, Ressort Kultur & Veranstaltungen.

 

Bildmaterial zu dieser Pressemitteilung:

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