Goslarer Jugendliche nahmen an Anne Frank Gedenkfeier teil Drucken E-Mail
Donnerstag, den 18. Juni 2009 um 01:00 Uhr


Während der Anne Frank Ausstellung vom 17. März bis 17. April im Goslarer Museum begleiteten 20 Schüler und Schülerinnen aus verschiedenen Goslarer Schulen angemeldete Schulklassen durch die Ausstellung. Insgesamt nahmen ca. 900 Schüler an diesem Angebot teil. Zusätzlich besuchten ca. 1000 Individualbesucher die Anne Frank Ausstellung.


Anne Frank wäre am 12. Juni 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass lud das Anne Frank Zentrum Berlin als Anerkennung für ihr Engagement die Goslarer Jugendlichen zu der Gedenkfeier am 11. Juni nach Berlin in das Deutsche Theater ein.
Im Rahmen des Festaktes begrüßte der Leiter des Anne Frank Zentrums, Herr Thomas Heppener, das geladene Publikum. Kulturstaatsminister Bernd Neumann und Wilhelm Kock, Aufsichtsratvorsitzender des Anne Frank Hauses Amsterdam und ehemaliger niederländischer Premierminister sprachen Grußworte.
Die Schauspielerin Heike Makatsch las aus dem Tagebuch der Anne Frank. Untermalt wurde die Veranstaltung von Musik und einer Theatercollage einer Berliner Grundschule.

Der Höhepunkt für die Jugendlichen war ein zweistündiges Zeitzeugengespräch mit der 80 jährigen Hannah Pick-Goslar, einer Schulfreundin von Anne Frank in Amsterdam und Überlebende des Naziregimes ( zuletzt Konzentrationslager Bergen Belsen) und Buddy Elias, ein Cousin von Anne Frank.
Hannah Pick-Goslar nimmt eine zentrale Rolle in der auch in Goslar gezeigten Ausstellung ein.
Insgesamt nahmen 80 Jugendliche aus verschiedenen Städten an diesem Zeitzeugengespräch teil. Danach hatten die Goslarer Schüler und Schülerinnen Gelegenheit, ein paar persönliche Worte mit ihr zu wechseln.

Am nächsten Tag besuchten die Goslarer Jugendlichen, begleitet durch den Goslarer Stadtjugendring und dem Stadtjugendpfleger, die Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Bergen Belsen.
Die an diesem Tag stattfindende Gedenkfeier, bei der von morgens 8 Uhr bis 0:30 Uhr das ganze Tagebuch der Anne Frank vorgelesen wurde, ist von den Goslarer Jugendlichen mitgestaltetet worden, indem sie vor Publikum ebenfalls jeweils eine Passage aus dem Tagebuch vorlasen.

Mit ihrem Engagement und der Teilnahme an dieser Gedenkfeier wollten die Jugendlichen ein öffentliches Zeichen setzen. Dafür sagten sie sogar Einladungen für die Abiturfeiern in Goslar ab oder nahmen erst nach Rückkehr am späten Abend teil.

Anmerkung:     Das Bild zeigt Hannah Pick-Goslar (Vordergrund sitzend) mit Stadtjugendpfleger Holger Fenker (zweiter von links) und den jugendlichen Ausstellungsbegleitern der Goslarer Anne Frank Ausstellung nach dem Zeitzeugengespräch im Heinrich Böll Zentrum in Berlin.


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