| Aufruf zum Volkstrauertag 2010 |
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| Montag, den 08. November 2010 um 10:01 Uhr | |||||
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Wenn am 14. November der Volkstrauertag begangen wird, gedenken wir in tiefer Anteilnahme der Millionen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Dieser Tag erinnert uns an das unendliche Leid, das die beiden Weltkriege über die Menschen in Europa gebracht haben. Wir gedenken nicht nur der Millionen Soldaten, die ihr Leben lassen mussten, unser Gedenken gilt auch den Millionen Opfern von Ideologie, Gewaltherrschaft und Terror, von Vertreibung, Flucht und Bombenkrieg. Bis heute - mehr als 70 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs - werden noch Gefallene geborgen und identifiziert, um ihnen würdevoll auf den Kriegsgräberstätten die letzte Ruhestätte zu geben. Bundespräsident Christian Wulff besuchte kürzlich die deutschen Kriegsgräberstätten bei St. Petersburg in Russland und legte Kränze auf die letzten Ruhestätten der Kriegsgefallenen und zivilen Kriegsopfer nieder. Der Volksbund ist seit Anfang der 1990er Jahre in Russland tätig. Hier sind über 20 zentrale Kriegsgräberstätten errichtet. Erst vor wenigen Tagen sind etwa 500 deutsche Soldaten und zivile Kriegsopfer aus Gebieten im nördlichen Westpolen geborgen und in die Kriegsgräberstätte Starne Czarnowo/Neumark bei Stettin in Polen eingebettet worden. Dies ist eine von 13 Kriegsgräberstätten, die der Volksbund seit 1991 in Polen errichtet hat. Noch immer gibt es in Deutschland zahlreiche Familien, deren Fragen nach dem Schicksal ihrer Angehörigen, die im Krieg waren, nicht beantwortet werden können. Doch nicht nur für die Generation der heute 60 bis 70jährigen sind Krieg und seine Folgen ein Thema. In zahlreichen Teilen der Welt kommt es immer noch zu Auseinandersetzungen und Kriegen, erschüttern uns Nachrichten und Bilder aus Afghanistan, dem Irak oder vom afrikanischen Kontinent. Die Auslandseinsätze der Bundeswehr haben die fernen Kriege näher an uns herangerückt und uns wird wieder bewusster, was Krieg bedeutet. Leider sind die Einsätze unserer Friedenstruppen, die in Kriegs- und Krisengebieten Menschenrechte und Frieden sichern sollen, lebensgefährlich. So trauern wir auch um die Soldaten und Helfer, die bei diesen Einsätzen ihr Leben gelassen haben. Der Volkstrauertag, der von der Bundesregierung 1952 wieder eingeführt wurde, ist uns daher gerade heute Mahnung und Verpflichtung, das geschehene Unrecht nicht zu vergessen und uns für einen dauerhaften Frieden einzusetzen. Wir bitten auch in diesem Jahr unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge durch ihre Spenden zu unterstützen. Mit der Pflege und dem Schutz der Kriegsgräber wird die Menschenwürde jener geachtet, die Opfer von Krieg und Gewalt wurden. Besuchen Sie bitte die Gedenkstunden zum Volkstrauertag am 14. November in der Stadt und den Ortsteilen. Sie setzen damit ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt.
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