Neujahr 2010/2011 Drucken E-Mail
Montag, den 27. Dezember 2010 um 10:21 Uhr

Grußwort des Oberbürgermeisters

Liebe Goslarerinnen und Goslarer,
liebe Freunde und Gäste unserer Stadt,

ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns und trotz aller Hektik und Betriebsamkeit ist es an der Zeit, einen Moment inne zu halten, auf die Ereignisse des alten Jahres zurückzublicken und auf das Jahr 2011 zu schauen.

Der Rückblick auf das Jahr 2010 zeigt uns weltweit viel Freud, aber leider auch viel Leid. Gern denke ich an die schönen Bilder der Olympischen Spiele von Vancouver zurück, die Emotionen bei der Fußball-WM in Südafrika oder den Sieg Lenas bei dem Eurovision Song Contest in Oslo.

Erschüttert haben uns die schrecklichen Ereignisse bei der Love-Parade in Duisburg. Dieses Unglück mit 21 Toten und vielen hundert Verletzten hat gezeigt, wie schnell auch in dem hochorganisierten Deutschland ein Unglück geschehen kann. Die vielen Naturkatastrophen des ablaufenden Jahres sollten uns auch immer wieder vor Augen führen, dass wir schonend mit unserer Umwelt im Interesse der nachfolgenden Generationen umgehen müssen.

Auf der politischen Ebene war der Rücktritt des Bundespräsidenten das Ereignis des Jahres. Daneben wurde die bundesweite Einführung des elektronischen Personalausweises nur am Rande wahrgenommen und erst die Castor-Transporte nach Gorleben wühlten die Emotionen der Menschen wieder auf.

Brennpunkt in der EU sind die Haushaltssituationen und Verschuldungen der Mitgliedsländer. Hier ist insbesondere Griechenland in den Mittelpunkt gerückt. Die negativen Auswirkungen der weltweiten Banken- und Finanzkrise sind trotz internationaler Rettungsmaßnahmen immer noch zu spüren.

Ein Dauerthema in Goslar ist ebenfalls die Situation unseres Haushaltes, die der ungenügenden Finanzausstattung aller Kommunen geschuldet ist und immer neue Sparmaßnahmen fordert. Viele Projekte konnten im ablaufenden Jahr nur durch die Solidarität und das Engagement von Goslarer Bürgerinnen und Bürgern verwirklicht werden. Ihnen wurde viel abverlangt, um in unserer Stadt das wirtschaftliche, kulturelle und soziale Leben trotz Sparmaßnahmen positiv zu gestalten.

Dafür bedanke ich mich bei Ihnen ganz herzlich.

Zahlreiche Projekte konnten aber doch umgesetzt und angeschoben werden. Ich darf in diesem Zusammenhang die Entwicklung beim Energieforschungszentrum Niedersachsen (EFZN) anführen, die durch die Zusammenarbeit Aller große Fortschritte erzielen konnte sowie den Erfolg bei der Erweiterung des Weltkulturerbes um die Oberharzer Wasserwirtschaft, die Planungen für den Fliegerhorst Goslar und die Neugestaltung der Fußgängerzone.

Will eine Stadt auch in Zukunft Entwicklungspotential besitzen und für Wachstum, Sicherheit der Arbeitsplätze und für Lebensqualität sorgen, dann sind Investitionen in Bildung die Investitionen, die eine Stadt zukunftsfähig gestalten.

Gerade auch für junge Menschen wurde in Goslar viel getan. Mit Einrichtungen und Projekten, wie z. B.

  • Einrichtung der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Oker
  • Ausbau der Ganztagsschulen
  • „Studieren am Zentrum“ als gemeinsames Projekt der TU Clausthal mit dem EFZN Goslar,

entwickelt sich Goslar zum “Bildungsstandort“ für die Region.

Die Qualität unserer Bildungseinrichtungen lässt sich an vielen Beispielen messen. Das aktuellste ist der Erfolg der drei jungen Forscher des Christian-von-Dohm-Gymnasiums, denen es durch die Vernetzung von Schule und Wirtschaft ermöglicht wurde, ihr Wissen im Wettbewerb „Jugend forscht“ einzusetzen und mit ihrer Präsentation den Sonderpreis „Jugend forscht“ zu erlangen.

All diese positiven Entwicklungen sollten uns zuversichtlich ins kommende Jahr blicken lassen und dazu ermuntern, weiterhin konstruktiv und erfolgreich den zukünftigen Aufgaben entgegenzusehen.

Für die Stadt Goslar und mich persönlich geht ein Jahr zu Ende, das vor allem durch Auseinanderansetzungen über meine Amtsführung geprägt wurde. Wie Sie sich vorstellen können, ist dies eine für meine Familie und mich belastende Situation. Ich bedaure, dass durch diese Situation oftmals eine sachgerechte Arbeit erschwert wurde. Lassen sie uns gemeinsam an Lösungen arbeiten, die dem Wohle unserer Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger dienen.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen für das Jahr 2011 Glück, Gesundheit und persönliche Zufriedenheit.


Ihr
Henning Binnewies

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Bildmaterial zur Pressemitteilung:

Oberbürgermeister Henning Binnewies

 

Verantwortlich für diese Meldung:

Der Oberbürgermeister (V.i.S.d.P.)
Rathaus - Markt 1
38640 Goslar

Ansprechpartner:

Doris Otter-Rubin
Telefon: 05321-704212
Telefax: 05321-7041212
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