| „Bitter will Pfalz nach vorn bringen“ |
|
|
| Dienstag, den 22. Februar 2011 um 14:31 Uhr | ||
|
Artikel in der Goslarschen Zeitung vom 19.02.2011 - Stellungnahme der Stadt Hinsichtlich der Aussage, die GMG wird die Kaiserpfalz übernehmen, weist Oberbürgermeister Henning Binnewies darauf hin, dass dem Geschäftsführer der GMG lediglich die Entwicklung zusätzlicher Projekte zur Kaiserpfalz als Aufgabe zugewiesen wurde und dass die Neuordnung der Kaiserpfalz in einem gesonderten Vertrag geregelt wird. Dies bedeutet nicht, dass die GMG künftig die Pfalz betreiben wird. Beschlüsse des Rates der Stadt Goslar zur Übertragung der Kaiserpfalz und Beschlüsse der Gremien der GMG zur Übernahme der Kaiserpfalz gibt es nicht. Die GMG ist seit 2003 mit dem wirkungsvollen Marketing für die Stadt beauftragt. Dazu gehört auch die intensive Werbung für die städtischen Sehenswürdigkeiten, allen voran für die Kaiserpfalz als ein Denkmal von internationalem Rang und ein Aushängeschild der Stadt. Die stagnierenden bzw. rückläufigen Besucherzahlen machen deutlich, dass es hier Nachbesserungsbedarf gibt und Gespräche mit allen Beteiligten geführt werden sollten. Gesprächsangebote an den Geschäftsführer der GMG und an die Vorsitzende der Stadtführergilde mit dem Ziel, die Ursachen zu erforschen und mit attraktiven Angeboten wieder mehr Besucher in die Kaiserpfalz zu bringen, hat es in den letzten Tagen seitens der Verwaltung bereits gegeben. Das für die Kaiserpfalz geplante Audio/Video-Guide-System ist ein Zusatzangebot und wird nach seiner Einführung im Sommer allen Gästen zur Verfügung stehen, die nicht an der traditionellen Führung teilnehmen wollen. Das System garantiert den Besuchern einen individuellen Führungsablauf und bietet auch einzelnen ausländischen Gästen durch das Fremdsprachenangebot einen komfortablen Besuch der Kaiserpfalz. Mit einem zukünftigen Preis von 5,50 € für Erwachsene inklusive Audio- und Video-Guide liegt die Kaiserpfalz auch in Zukunft im Vergleich zu anderen Denkmälern von internationalem Rang in der niedrigsten Preiskategorie. Mit der neuen Gebührenordnung, die demnächst in die städtischen Gremien zur Beratung geht, wird in der Kaiserpfalz die erste preisliche Anpassung seit 10 Jahren vorgenommen. Den Mitgliedern der Stadtführergilde hat die Stadt in der Vergangenheit einen Nachlass von 2,00 € im Vergleich zur Einzeleintrittskarte gewährt, weitere 0,50 € wurden an die GMG für ihre organisatorische Leistung abgeführt. Die Aufenthaltsdauer in der Kaiserpfalz wird von den Stadtführer(inne)n selbst bestimmt. Das von der GMG und der Stadtführergilde genannte Argument, der Pfalzbesuch sei „vielen Teilnehmern zu lang“, ist somit nicht nachvollziehbar. Die von der Stadtführergilde und der GMG angesprochene weitere Rabattierung für Kaiserpfalzbesucher würde nicht dazu beitragen, den in der Kaiserpfalz angebotenen Qualitätsstandard auch in Zukunft sichern zu können. Der Vorschlag, den Gästen bei der Stadtführung „1000 Schritte durch die Altstadt“ alternativ zum Besuch des Huldigungssaales die Kaiserpfalz anzubieten, ist bisher von der GMG stets zurückgewiesen worden und wird auch für die Zukunft von dieser und der Stadtführergilde abgelehnt. Auch in finanziell schwierigen Zeiten will die Stadt den Weg vermeiden, der andernorts konsequent beschritten wird und die Schließung von Sehenswürdigkeiten in besucherschwachen Zeiten zur Folge hat. Oberbürgermeister Binnewies verweist auf die negativen Auswirkungen, die eine Schließung der Kaiserpfalz oder des Museums auf den touristischen Standort Goslar hätte und lehnt dies auch aufgrund der sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab. Pressemitteilung als pdf downloaden
Der Domaininhaber distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten dieses Beitrags. Die inhaltliche Verantwortung liegt vollständig bei der Stadt Goslar. |

