Badur, Frank Drucken E-Mail
badur_frank* 1944 in Oranienburg bei Berlin, lebt und arbeitet in Berlin und in seinem Sommeratelier in Finnland

"Goslar-Painting"
  • Marktkirche
  • 2000, Öl/Alkyd auf Baumwolle (240x200 cm)
  • Schenkung der Schenning-Stiftung an die Marktkirche Goslar
Farbe, Form, Gestaltungsprozess sind Bestandteile jeder Malerei. Badurs Gemälde sind konstruktivistisch erscheinende, großformatige Farbfeld-Bilder, in denen er seit Jahren mit "nur" zwei Kontrast-Farben im jeweiligen Bild arbeitet. Doch diese sind aus bis zu 30 verschiedenen Schichten zusammengesetzt, was den Farbflächen ihre samtene Oberfläche, ihre Tiefe und Ausstrahlungskraft verleiht.

Zu Badurs weiterem Oeuvre gehören außerdem Zeichnungen auf Büttenpapier, die als "Reflexion japanischer Ästhetik betrachtet werden können". In seinen geometrisch bestimmten, reduktiven bildnerischen Formulierungen geht es um die Wirkung unterschiedlich proportionierter, gegeneinander gesetzter Farbgewichte. Gemeinsam sind Badurs Leinwandarbeiten und Zeichnungen ihre Flächenteilung: eine rechteckige, sich deutlich abgrenzende Farbfläche ist einer weiteren ein- oder angesetzt.

Frank Badur: "Meine Bilder dienen der Wahrnehmung und Erfahrung, die jenseits der Sprache liegen, sie kommunizieren durch die Stille. Jedem, der diese Werke betrachten möchte, eröffnen sie die Möglichkeit der Selbstwahrnehmung. Es sind Gemälde für "geistige Bedürfnisse und reine Empfindungen".
Um die meditative Wirkung, die Spiritualität seiner Arbeiten zu erfahren, kann es kaum einen besseren als einen Sakralraum geben; mehrfach hat Badur in Kirchen ausgestellt. Er hat das Bild "Goslar 2000" speziell für die Marktkirche geschaffen; es ist ein herausragendes Beispiel für den "Dialog zwischen zwei Farben und Formen" in seiner Kunst – zwischen stahlendem, lichtem Gelb und tiefem, "mystischem" Schwarz.

(Badur-Ausstellungen im Mönchehaus-Museum Goslar: 1983 und 2000).
 
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