Wilmsen-Wiegmann, Christoph Drucken E-Mail
wilmsen-wiegmann_christophKaiserringstipendiat 1994
*1956 in Kalkar/Niederrhein, lebt und arbeitet auf dem Niederheeshof in Kalkar Appeldorn

"Fokus"

  • Neuwerksgarten
  • 1999, Ganitskulptur
  • Schenkung des VFK an die Stadt Goslar
Wilmsen-Wiegmann versteht sich als Steinbildhauer, der das Wesen des Steins herausarbeitet, für den Betrachter erfahrbar macht. Nicht den Widerstand des Materials brechen, sondern die Charakteristiken des Steins, seine Härte, Dichte, Körnigkeit, Glätte der Oberfläche, Maserungen und Farbigkeit durch die Bearbeitung und gewählte Form betonen, ist in seinen geometrisch klaren und handwerklich perfekten Skulpturen das Ziel. Die Arbeit entstammt der Werkgruppe "Licht-Fokus": mit Steinen, die punktuell ausgehöhlt sind, bis Licht durchscheint oder tatsächlich durchbrochen sind; Wilmsen-Wiegmanns Stelen sind oft auf landschaftliche oder architektonische Achsen ausgerichtet. Die monumentale Arbeit aus Granit "Fokus", die farblich mit der restaurierten romanischen Neuwerkskirche kontrastiert, nimmt aber die Achse zum und die Größe des Hauptportals auf.

wilmsen-wiegmann_christoph_kaiserstuhl"Kaiserstuhl"

  • Clausthaler Straße/nahe Werenbergstraße
  • 1998, Granitskulptur
  • Goslar-Skulptur des Jahres 1999, seit 2000 am endgültigen Standort
  • Schenkung der Schenning-Stiftung an die Stadt Goslar
Der monumentale Stuhl erinnert an Herrscherthrone (Erhöhung des sitzenden Regenten); der "Kaiserstuhl" gehörte zunächst zu einer Ausstellung zur 3000jährigen Kulturgeschichte des Stuhles, wanderte durch Deutschland, war u. a. in Münster und an Orten entlang des Niederrheins - u. a. in Xanten - aufgestellt.

In Goslar ergeben sich Assoziationen wie Kaiserstadt und Kaiserpfalz. Als zeitgenössischer Sitz regt die Skulptur die historische Phantasie des Betrachters an.

"Hommage à Rammelsberg"

  • 10 Erzsteine an 10 Standorten, verteilt im Stadtbild Goslars
  • Schenkung des VFK/Mönchehaus-Museums an den Rammelsberg an das Weltkulturerbe Rammelsberg – Museum und Besucherbergwerk
wilmsen-wiegmann_christoph_hommageDer Künstler vom Niederrhein ist Goslar seit 1994 eng verbunden. Auch der Rammelsberg, den er 1989 erstmals besuchte, als Erzlager, aus dem Steine unterschiedlichster Zusammensetzung stammen, fand sein bildhauerisches Interesse, aus dem sein 2000 zur Expo realisiertes Projekt entstand. Die ausgewählten Standorte der in ein "Passepartout" gebrachten Rammelsberger Erzbrochen stehen in Beziehung mit der über tausendjährigen Bergbaugeschichte Goslars, sollen eine Brücke vom Einst zum Heute schlagen. Die "Erzsteine", partiell gebrochen belassen, partiell vom Künstler glattpoliert und mit einem Abdruck seiner Hand (Negativform) anstelle einer Signatur versehen - auch als Symbol der harten Arbeit der Bergarbeiter verstehbar - , sind ein Geschenk des Vereins zur Förderung moderner Kunst (VFK) an das UNESCO-Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg; als Ort des Kaiserringstipendiums (seit 1984 vergeben) ist das Mönchehaus-Museum für moderne Kunst der 6. Standort.

Die 10 Standorte sind: Erzbergwerk / Klauskapelle / Frankenberger Kirche / Bahnhof / Jakobikirche / Mönchehaus-Museum / Marktkirche & Brusttuch / Domvorhalle / Kaiserpfalz/ Marktplatz
 
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