Goslarer Straßennamenkatalog - Astfelder Straße


Astfelder Straße

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Die Astfelder Straße ist die Fortsetzung der Bäringer Straße, dort haben auch der Claustorwall und der Vititorwall als Seitenstraßen ihren Anfang. Auf der Seite zum Claustorwall ist ein Radweg auf der Fahrbahn gekennzeichnet. In der Astfelder Straße befinden sich Handwerksbetriebe, Händler und Dienstleistungsunternehmen. Sie ist ansonsten mit Mehrfamilienhäusern, teilweise mit Erker und Balkon bebaut.

Die Astfelder Straße verläuft von der Bäringer Straße geradeaus weiter auf eine Ampelkreuzung zu, hier ist es möglich, rechts in die Klubgartenstraße und links in die Straße Am Heiligen Grabe einzubiegen. Die Fahrstreifen der Astfelder Straße sind im Bereich der Ampelkreuzungen in beiden Richtungen durch begrünte Verkehrsinseln getrennt. Kurz nach der ersten Ampelkreuzung folgt eine weitere, rechts zweigt der Lindenplan, links die Bertha-von-Suttner-Straße ab, welche wie der Lindenplan eine Sackgasse ist. Rechts der Bertha-von-Suttner-Straße kann man den Parkplatz Füllekuhle befahren. Parallel zu diesem Parkplatz, der etwas höher gelegen ist, verläuft zwischen hochgewachsenen Bäumen ein zweifarbig gepflasterter Fußund Radweg bis zur nächsten Ampelkreuzung. Die Von-Garßen-Straße kreuzt hier die Astfelder Straße. Rechts parallel zur Astfelder Straße verläuft die höher gelegene Straße Am Marienbad als verkehrsberuhigter Bereich.

Die Von-Garßen-Straße, die Mittelstraße und die Astfelder Straße sind von hier aus durch eine steile Fußgängertreppe zu erreichen. Linksseitig verläuft in diesem Bereich ein zweifarbig gepflasterter Fuß- und Radweg bis zum Marienbader Weg. Rechtsseitig zweigt dort die Astfelder Straße noch als kurze Sackgasse ab, in der sich eine Tankstelle und ein Casino befinden. Seitlich vor der Bahnbrücke sind noch Kleingärten vorhanden. Die Verkehrsinsel vor der Abzweigung Am Nordberg entstand in den 90er Jahren und dient dem sicheren überqueren der stark befahrenen Straße.

Die Astfelder Straße erhielt ihren Namen, weil sie vor dem Bau der Umgehungsstraße in den 90er Jahren direkt zum Ort Astfeld führte. Die Ausfallstraße verläuft außerorts weiter durch bewaldetes Gebiet und mündet in die B 82. Dort endet sie an der Riechenberger Spange in Sichtweite der großen Riechenberger Klosteranlage. Um 1200 traten für die Astfelder Straße auch die Bezeichnungen Berningi, Reperstraße und Seesener Heerstraße auf. Die Reperstraße führte außerorts am Kloster der Johanniter vorbei. Um 1500 gab es noch eine Straße zwischen der Bäringer Straße und der damaligen Seesener Heerstraße, die sich Reeperstraße nannte, dies ist die heutige Astfelder Straße. Hier hatten die Reeper, die Seilmacher, ihre Reeperbahnen.

Der Name Astfelder Straße trat erstmals im 19.Jahrhundert auf. Um 1800 hieß die Astfelder Straße noch Seesener Heerstraße und verlief als Anschluss der Bäringer Straße außerhalb des Vititors. Anfang des 19.Jahrhunderts begann man die Straße durchgehend zu asphaltieren. Zu den Bewohnern zählten Unternehmer, Kaufmannsleute, Fabrikanten und Bergwerksangestellte.

Quellen:

  • Griep, Hans-Günther; Karten von Goslar um 1200, 1500, 1800
  • Griep, Hans-Günther; Goslar um 1500 - Beiheft, 4. Auflage 1999, S. 16
  • Stadt Goslar, Bauamt; Straßenverzeichnis der Stadt Goslar
  • Stadtarchiv Goslar; Adressbuch 1900 der Stadt Goslar, Reponierte Registratur (RR) Abt. 3 Fach 39 Nr. 2

 

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.