Goslarer Straßennamenkatalog - Reitstallweg


Reitstallweg

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Hoch am Steinberg gelegen, führt der Reitstallweg bis an den Rand des Nordbergs. Die Straße zweigt vom Schieferweg ab und verläuft, mit einem linksseitig gepflasterten Gehweg versehen, zunächst steil bergab, im weiteren Verlauf wieder leicht ansteigend in westliche Richtung. Der Reitstallweg endet als Sackgasse an einem mit Parkmöglichkeiten versehenen Wendeplatz. Vom Schieferweg aus kommend steht linker Hand leicht zurückversetzt das erste Haus. Es ist umgeben von Parkplätzen und Garagen. Es folgen im Weiteren Mehrfamilienhäuser, die zueinander versetzt nach hinten in den Hang hinein gebaut worden sind. Aufgrund dieser baulichen Situation ist ein Teil der Gebäude von der Straße aus nicht zu sehen. Insgesamt ist für eine großzügige Anzahl von Garagen und Parkplatzzeilen gesorgt worden. Teilweise liegen diese zwischen dicht bewachsenen Gartenzäunen und Eingängen. Im Bereich des Wendehammers ist eine architektonisch interessante Wohnanlage zu betrachten. Zu den oberhalb und unterhalb des Hanges liegenden Häusern führen verschiedene Fußwege, die zum Teil über Treppen erreichbar sind. Nordwestlich des Reitstallwegs liegt der Reitstall Nordberg, der lediglich über die Straße Am Nordberg zu erreichen ist.

Nachdem der Verwaltungsausschuss der Stadt Goslar 1964 beschlossen hatte, weitere Straßen im Bereich des Schieferweges zu benennen, erhielt der Reitstallweg seinen Namen vom nahe gelegenen Reitstall. Ende der 60er Jahre wurden die ersten Häuser in dieser Straße gebaut.

Die Reitgemeinschaft Goslar e. V., die zuvor ihr Domizil an der alten Jägerkaserne am Rammelsberg und im damaligen Stadtgut Ohlhof hatte, zog am 23.12.1952 in die zwei Jahre zuvor stillgelegte Schiefersteingrube am Nordberg ein. Aufwändige Um- und Neubauten sowie größere Investitionen, insbesondere der Neubau der Reithalle 1973/74, die fortan den Mittelpunkt der Reitanlage bildete, folgten. Ohne Otto Fricke, der zunächst Reitlehrer, ab 1956 Geschäftsführer und von 1973-2010 Vorsitzender der Reitgemeinschaft war, sowie Ernst Wrobs, dem heutigen Vorsitzenden des Vereins wäre dem Reitverein nicht die heutige Bedeutung zugekommen. Speziell die Voltigiergruppe der Reitgemeinschaft Goslar war auch über die Tore Goslars hinaus bekannt und gewann mehrere Preise. 1961 führten sechs Mädchen des Vereins bei einem Turnier in Washington/USA einige Schauvorstellungen vor. 1963 errangen sie den Sieg bei der 1. Deutschen Meisterschaft.

Quellen:

  • Stadtarchiv Goslar Adressbücher 1960 -1975
  • Stadt Goslar, Bauamt; Straßenverzeichnis der Stadt Goslar
  • Stadtarchiv; Goslarsche Zeitung Artikel von 1962/1964/2010

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.