Goslarer Straßennamenkatalog - Am Friedhof


Am Friedhof

Friedhof1
Fried2
Fried3

Im westlichen Teil des Kattenbergs liegt die Straße Am Friedhof. Sie beginnt an der Astfelder Straße. Gleich nachdem man auf die Straße einbiegt, passiert man eine kleine Eisenbahnunterführung und kommt direkt auf den Friedhof zugefahren. Rechter Hand wird man auf seinem Weg von einer bestimmt vier Meter hohen Mauer begleitet, die mindestens 150 Meter an der Straße entlangläuft. Sie ist bewachsen und bewuchert von Büschen, Bäumen und kleinen Sträuchern. Im Anschluss an die Mauer erscheint eine Grünfläche auf der viele efeuumrankte Bäume und hoch gewachsene Pflanzen den Weg „zieren“.

Am Friedhof ist eine sehr breit angelegte Straße. Sie ist geteert und ihre Löcher, die sie leider reichlich hat, wurden immer mal wieder „nur geflickt“. Hier endet sie in einem klein gehaltenen Wendekreis. Bis 1977 verlief diese Straße bis zur Hildesheimer Straße. 1978 wurde die Straßenführung geändert und heute verläuft dort die Von-Garßen-Straße.

Nur wenige Meter weiter kommt man auf eines der vier Einfahrtstore zu. An dieser Seite des Friedhofs gibt es zwei. Eines dient als direkte Zufahrt zur Friedhofskapelle. Eine hübsche Kapelle, wie alles hier bewachsen und bewuchert, was sie aber eher romantisch als unansehnlich wirken lässt.

In Goslar und seinen Stadtteilen sind fünf Friedhöfe zu finden, wovon der Friedhof Hildesheimer Straße mit seinen zahlreichen Grabmälern und Mausoleen der älteste ist und seit 1987 unter Denkmalschutz steht. Auf dem Friedhof befinden sich viele Kriegsgräber, die mit Gedenktafeln versehen sind, so dass man sich über die im Krieg Gefallenen informieren kann. Oftmals sind die hier liegenden Grab- und Gedenksteine schon witterungsbedingt verwildert und unlesbar. Was auch auffällt ist, dass viele Familien größere Teile des Friedhofes namentlich einnehmen. Der Friedhof von oben betrachtet, sieht aus wie ein salutierender Soldat.
Im Norden befindet sich der „Kopf“ mit „Mütze“. Es sieht aus, als würde der „Soldat“ seine Hand zum Salut heben.

Früher einmal waren Grabstätten um Kirchen gelegen. Als jedoch der Platz nicht mehr ausreichte wich man auf einen anderen Ort aus, den heutigen Friedhof. Die jeweilige Bestattungsart entscheidet sich oftmals über die Religion der verstorbenen Person.

Im Christentum sind es Erd- oder Urnenbestattung (Der Tod ist nicht endgültiges Ende, sondern Durchgang zum ewigen Leben in Gemeinschaft mit Gott.) im Islam die Erdbestattung (Nach dem Tod wartet abhängig vom Urteil Gottes das Paradies oder Verdammnis.), im Hinduismus neigt man zur Verbrennung (Der Kreislauf aus Leben und Wiedergeburt endet erst, wenn man Erleuchtung erlangt.), im Buddhismus ebenfalls zur Verbrennung (Man wird so oft wiedergeboren, bis man Erleuchtung erreicht.) und im Judentum zur Erdbestattung (Die Toten ruhen bis zum Kommen des Messias.)

Quellen:

  • Der Friedhofswegweiser; Hrsg. Stadt Goslar
  • Straßenverzeichnis der Stadt Goslar
  • Verein Goslarer Jäger
  • Stadtgarten und Friedhofsamt Goslar
  • www.es-lebe-der-friedhof.de

Straßenprofil als PDF Dieses Straßenprofil als PDF herunterladen.

Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.