Goslarer Straßennamenkatalog - Hoher Brink


Hoher Brink

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Die Straße Hoher Brink ist im nördlichen Teil des Wohnviertels Georgenberg zu finden. Sie beginnt an der Berliner Allee und führt auf einen Wendehammer. Ab hier ist die Straße Hoher Brink im eigentlichen Sinne zu Ende, denn am Abzweig Krugwiese steht ein Sackgassenschild, das darauf hinweist. Vom Wendehammer gehen aber dennoch zwei asphaltierte Seitenarme ab und geben ihr aus der Vogelperspektive das Aussehen eines Baumes mit Verästelungen. Der nach rechts abgehende Arm führt durch ein kleines Tor auf das Gelände des Friedhofs Feldstraße. Geradeaus führt ein Weg für Fußgänger und Radfahrer über die Arcachonbrücke bis zum Trebnitzer Platz. Sie führt über die B 6 und verbindet dadurch den Stadtteil Georgenberg mit dem Stadtteil Jürgenohl. Leider wurde der Belag der Brücke über die Zeit so in Mitleidenschaft gezogen, dass der Asphalt löchrig wurde.

Links herum kommt man an einem Hochhaus mit vielen nett bepflanzten Blumenkästen und kleinen Reihenhäusern vorbei. Die Straße Hoher Brink ist bis zum Jugendzentrum für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Beim weiteren Verlauf der Straße handelt es sich um einen Zufahrtsweg für Beschäftigte der dortigen Einrichtungen sowie für den Rettungsdienst. Dieser führt über einen kurvigen schmalen Weg zunächst auf einen kleineren Park- und Wendeplatz. Dieser Platz wird von den Lehrern und Schülern der Pestalozzischule als Sammelpunkt bei einem Feueralarm genutzt. Weiter führt der asphaltierte Weg an der Eingangstür des Jugendzentrums Goslar und der Pestalozzischule vorbei. Schließlich endet er auf der viel befahrenen Heinrich-Pieper-Straße direkt gegenüber einer Bushaltestelle.

Ein Hoher Brink war in Nord- und Nordostdeutschland in vielen Dörfern eine leicht erhöhte Stelle in der Nähe eines Dorfes. Diese Siedlungsstellen waren vom Boden her minderwertig und lagen meistens ungeschützt. Die sogenannten „Brinksitzer“ oder „Freien“, die das Land bewirtschafteten, zählten nicht als Bauern und hatten keinen Anteil an den besseren Ackerflächen, (Eschland). Sie hatten aber geringen Bodenbesitz und von daher auch Stimmrecht in der Gemeinde. Meistens arbeiteten diese Menschen zusätzlich als Dorf-Handwerker, da es auf dem Lande möglich war, ein Handwerk außerhalb der strengen Regelungen der Zünfte auszuüben.

Den Ursprung der Namensgebung kann man im Buch: Flurnamen des Stadtkreises Goslar um 1807 nachlesen. Der Flurname Im Hohen Brinck bezeichnete das Gebiet zwischen Grauhöfer Landwehr (früher Weg im Knick) und dem Mühlenweg. 1859 steht Am Hohen Brinke als Name für eine Flur mit Teich nördlich von Goslar an der Grauhöfer Landwehr. Der Straßenname Hoher Brink ist dann schließlich 1952 erstmals in den Kartenunterlagen Goslars zu finden.

Quellen:

 

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.