Goslarer Straßennamenkatalog - Klosterstraße


Klosterstraße

Klosterstr.1
Klosterstr2
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Über die Bismarckstraße kommend biegt man links in die Klosterstraße ein. Dort fällt einem linker Hand sofort der Park mit der St. Georg Ruine auf. Wendet man sich der anderen Straßenseite zu, sieht man zwei für diesen Stadtteil typische Villen. Die erste glänzt mit Stuckverzierungen und die zweite hat schöne Schieferkuppeln, eine davon mit goldfarbener Spitze gekrönt. Dahinter steht ein eher nicht so ins Bild passendes Mehrfamilienhaus, das postalisch aber zur Geheimrat- Ebert-Straße gehört, die an dieser Stelle die Klosterstraße kreuzt.

Hinter der Kreuzung stehen links, von kleinen Garagenkomplexen getrennt, zwei große Stadtvillen. Ihnen gegenüber befindet sich ein Haus, das durch eine halbrunde turmartige Auswölbung mit Kuppel auffällt. Dahinter folgen zwei weitere Villen mit schönen Vorgärten. Auf der linken Seite vor der Kreuzung zur Tappenstraße steht das Sparkassengebäude. Hat man diese Kreuzung hinter sich gelassen, folgt links das Bau- und Zollamt sowie rechts das Gästehaus zum Georgenberg. Dahinter befindet sich eine Pension, vor der zwei gemauerte Torbögen stehen. Bis zur Kreuzung Jürgenweg stehen rechts und links Mehrfamilienhäuser, die wohl wesentlich später als die am Anfang der Straße befindlichen Villen entstanden sind. Hier endet die Klosterstraße und geht in die Straße Am Jürgenfeld über.

Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift St. Georg ist höchstwahrscheinlich auch namensgebend für die Klosterstraße. Es wurde um 1025 von Kaiser Konrad II. als Kanonikerstift gegründet. Im Jahr 1527 wurde es dann von Goslarer Bürgern niedergebrannt. Damit wollten sie verhindern, dass Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig-Lüneburg die strategisch günstige Lage des Stifts dazu nutzt, die Stadt im Zuge der Reformationskonflikte von dort anzugreifen.

Die Augustiner-Chorherren (lat. Ordo Canonicorum Regularum Sancti-Augustini) sind ein föderalistisch organisierter Orden, deren Mönche nach den Regeln des Heiligen Augustinus leben. In erster Linie widmen sie sich der Pfarrseelsorge und der Wissenschaft. Das Wort Kloster kommt aus der lateinischen Sprache. Dort heißt Kirche „claustrum“ und „claudere“ ist ein abgeschlossener Raum. Somit bezeichnet das Kloster einen Gebäudekomplex, in dem Mönche oder Nonnen von der Welt abgesondert leben.

Quellen:

 

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.