Goslarer Straßennamenkatalog - Immenröder Straße


Immenröder Straße

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Die Immenröder Straße, B82, liegt im nordöstlichen Teil des Gewerbegebiets Gutenberg. Ihren Beginn hat die Straße am Odermarkplatz/Abzwg. Okerstraße. Fährt man in diese Richtung weiter, kommt man in die Ortschaft Immenrode, nach der die Straße wohl 1913 benannt wurde. Die Immenröder Straße bildet die Grenze zwischen den Stadtteilen Ohlhof und Jürgenohl und gehört zu einer der Hauptverkehrsstraßen Goslars. Von ihrem Anfang am Odermarkplatz bis zur Abfahrt nach Ohlhof sind je Straßenseite zwei Fahrspuren vorhanden. Aus Goslar kommend befindet sich auf der rechten Seite ein Fuß- und Radweg. Hier haben sich viele Betriebe unterschiedlicher Branchen angesiedelt, unter anderem auch der städtische Bauhof. Auf der linken Seite, von Goslar aus gesehen, befindet sich ein Bauernhof. Es kann durchaus passieren, dass einem auf der Immenröder Straße ein entflohenes Huhn entgegenkommt.

Im Jahr 1108 wird das Gebiet an der Immenröder Straße erstmalig erwähnt. König Heinrich V. schenkte Bischof Udo von Hildesheim umfangreiche Ländereien mit einem Waldgebiet für treue Dienste. In diesem Bereich ist jetzt der Stadtteil Ohlhof, welcher östlich der Immenröder Straße beginnt. Im Jahre 1131 wurde die heutige Immenröder Straße als ein bedeutender Stieg erwähnt. Vom Hildesheimer Bischof als „publicae et antique via“, lat. öffentliche und alte Straße“ bezeichnet, kann davon ausgegangen werden, dass es sich auch zu dieser Zeit um eine wichtige Handelsstraße handelte. So wurden im Gebiet der Immenröder Straße auch Wegezölle erhoben.

Auf einer Karte von 1200 ist die Immenröder Straße als Braunschweiger Heerstraße eingezeichnet. Im Mittelalter muss es zwei Braunschweiger Heerstraßen gegeben haben, die Alte und die Neue Braunschweiger Heerstraße. Ob es sich bei der Alten Braunschweiger Heerstraße tatsächlich um die heutige Immenröder Straße handelte, ist nicht mehr nachvollziehbar. In unmittelbarer Nähe der Straße befanden sich auch Lehmgruben. Dort wurde Lehm für den Bau der Fachwerkhäuser in der Stadt gewonnen.

Quellen:

  • Schallock, Heinz; von Ol…bis Ohlhof 1108-1996, historische Jahre
  • Griep, Hans-Günther, Krieg, Wilhelm; Der Landkreis Goslar seine Städte und Dörfer
  • Griep, Hans Günther; Karte „Goslar um 1200“
  • Grundner-Culemann, Alexander; Die Flurnamen des Stadtkreises Goslar, Band III, S.68f;
  • Stadtarchiv Goslar; Adressbuch
  • www.answers.Yahoo.com


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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.