Goslarer Straßennamenkatalog - Arckenhausenweg


Arckenhausenweg

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Der Arckenhausenweg zweigt von der Dürerstraße ab, schlängelt sich erst rechts, dann zweimal links bis er wie üblich sein Ende findet. Wie, was, wo? Natürlich in dem ‚ortsüblichen‘ mit Bäumen bestückten Wendekreis mit vielen Parkplätzen. Von dort gelangt man über einen ‚ortsüblichen‘ Fuß- und Radweg entweder zum Marktplatz oder zum Gut Ohlhof und einem Teich, dem Rückhaltebecken. Wenigstens die Bebauung ist nicht als ‚ortsüblich‘ zu bezeichnen. Zwar überwiegen wieder helle Töne, aber an einem Haus wird man angenehm überrascht. Die hellblauen Fenster, Dachrinnen und das Dekor erfrischen durch die nette Farbgebung. Ein bunter Hahn prangt auf dem Garagentor. Auf der Treppe des Nachbarhauses sitzt ein großes Pärchen aus Stein.

Im Juli 1979 benannte man die Straße nach Johann Christian Peter Arckenhausen auf Grund seiner Verdienste für die Stadt Goslar. Der Namensgeber Arckenhausen wurde am 3.9.1784 als Sohn des Schuhmachermeisters Johann Conrad A. in Goslar geboren und verstarb am 28.4.1855 auch hier. Er machte eine Ausbildung als Schreiber und Zeichner und arbeitete zuerst als Zeichenlehrer und Fachbuchillustrator. Von 1826 bis 1835 fertigte er Illustrationen als Lithographien zu dem von F. L. Krebs in Braunschweig publizierten Werk über wildwachsende Holzarten in Nord- und Mitteldeutschland. Es handelte sich um 149 Tafeln in 25 Heften.

Später kolorierte und zeichnete er exotische Tiere und Pflanzen in vielen bekannten botanischen Büchern und von 1829 bis 1832 war er für Professor Blume im belgischen Brüssel und holländischen Leiden tätig. 1838 kehrte er nach Goslar zurück. Der Naturwissenschaftliche Verein lobte die naturgetreue Wiedergabe in seinen Zeichnungen; besonders von Pilzen, Moosen und Schmetterlingen. Seine Aquarelle hoben den Typ des Objektes besonders hervor und seine Federzeichnungen von Goslar waren wahrscheinlich Kopien anderer Maler. Als Gründungsmitglied des Naturwissenschaftlichen Vereins seiner Heimatstadt hinterließ er diesem einen umfangreichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Nachlass.

Quellen:

  • Dr. Lange, Horst-Günther; Damit Namen nicht Schall und Rauch bleiben, Goslarsche Zeitung vom 03.04.2004
  • Schallock, Heinz; von Ol… bis Ohlhof, 1108 bis 1996, 888 historische Jahre
  • Stadt Goslar, Bauamt; Straßenverzeichnis der Stadt Goslar


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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.