Goslarer Straßennamenkatalog - Calderweg


Calderweg

Calderweg_1
Calderweg_2
Calderweg_3

Der Calderweg liegt im Osten von Ohlhof. Er biegt als kurze Spielstraße vom Konrad-Adenauer-Ring ab und endet nach einem Linksknick als Sackgasse mit Wendekreis. Hier überwiegen wieder helle Fassaden, wobei ein Haus besonders auffällt. Der grobe weiße Rauputz und das eigenwillig eckige Dach zeigen, was bei vorgeschriebener Bauweise architektonisch möglich ist. Leider liegt der Calderweg an einer Hauptstraße und trotz Schallschutzzaun hört man deutlichen Verkehrslärm.

1979 wurde der Calderweg nach dem amerikanischen Künstler und Kaiserringträger (1977) Alexander Calder benannt. Er wurde am 22. Juli 1898 in Lawton/Pennsylvania geboren und verstarb am 11. November 1976 in New York. Sein Ingenieursstudium mit der Fachrichtung Maschinenbau schloss er 1919 am Stevens Institute of Technologie in Hoboken ab. Als Autodidakt begann er sein künstlerisches Schaffen. Erst in den 20er- Jahren belegte er erste Zeichen- und Malkurse. Eine künstlerische Ausbildung absolvierte er in den Jahren 1923-1926 in der Art Students League in New York, während er gleichzeitig als Karikaturenzeichner für die „National Police Gazette“ tätig war. Im Jahr 1926 gründete er ein Atelier in Paris, wo auch seine ersten Holzskulpturen entstanden. Alexander Calder trat 1930 der Künstlergruppe „Abstraktion-Creation“ bei und formte ab 1930 statische, abstrakte Plastiken aus Metall, die der deutsch-französische Bildhauer Hans Arp „Stabiles“ nannte. 1931 erweiterte Calder das Konzept der standfesten, unbeweglichen Metallplastiken. Er entwickelte abstrakte, in Signalwirkung gehaltene Metallplastiken mit mechanisch oder durch Luftzug an Drähten bewegten Metallscheiben, die von Marcel Duchamp die Bezeichnung „Mobiles“ erhielten. Dabei bezog er Gleichgewicht, Räumlichkeit und kinetische Energie in sein Konzept mit ein. Diese Werke zählen zur kinetischen (sich bewegenden) Kunst.

In der Zeit von 1963 und 1974 schuf Alexander Calder u. a. drei bis zwölf Meter hohe Skulpturen mit einem Gewicht von 0,4 bis 13 Tonnen. Viele dieser Werke wurden an öffentlichen Plätzen aufgestellt, z. B. eine Skulptur gegenüber von dem Museum am Maschsee in Hannover aus dem Jahr 1971. Google ehrte Alexander Calder zu seinem Geburtstag mit einem außergewöhnlichem Doodle, dass beweglich ist und sich mit Hilfe der Maus drehen lässt.


Quellen:

Straßenprofil als PDF Dieses Straßenprofil als PDF herunterladen.

Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.