Goslarer Straßennamenkatalog - Carl-Spitzweg-Weg


Carl-Spitzweg-Weg

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Der Carl-Spitzweg-Weg beginnt am Konrad-Adenauer-Ring und endet nach halbkreisförmigem Verlauf wiederum an diesem. Die Straße ist im südöstlichen Teil Ohlhofs zu finden. Zwei Fuß- und Radwege führen vom Carl- Spitzweg-Weg weg. ;-) Die Grundstücke sind recht groß und mit Einfamilienhäusern unterschiedlichen Stils bebaut. Dank eines Lärmschutzwalls werden die Anwohner nicht sehr vom Verkehrslärm der nahen B 6 gestört. Zu Beginn des Carl-Spitzweg-Weges stehen einige Garagen, die zu den Wohnblöcken am Konrad-Adenauer-Ring gehören. Wie alle Wohnwege in Ohlhof ist auch dieser als Spielstraße ausgewiesen. Wind und Wetter haben der Straßenpflasterung zum Teil arg zugesetzt. Einige der Pflastersteine wölben sich nach oben und müssen sicher bald ausgetauscht werden.

1979 wurde der Carl-Spitzweg Weg nach dem deutschen Maler des Biedermeiers, Autodidakt, Grafiker, Illustrator und Dichter Carl Spitzweg (1808- 1897) benannt. Carl Spitzweg wurde am 05. Februar 1808 als Sohn einer reichen Kaufmannsfamilie in München geboren. In der Zeit von 1830-1832 studierte er Pharmazie, Botanik und Chemie an der Münchner Universität. Nach seinem Abschluss wurde er bis 1833 als Apotheker tätig, widmete sich aber nach einem Kuraufenthalt ganz der Malerei. Im Juni 1835 wurde er Mitglied des Münchner Kunstvereins. Sein bekanntestes Werk mit dem Motiv „Der arme Poet“ (anekdotisches Bild) entstand im Jahr 1839. Von 1844- 1853 war er Mitarbeiter der Münchner Zeitschrift „Fliegende Blätter“, für die er zahlreiche humoristische Zeichnungen fertigte. Er war Junggeselle, sprach mehrere Sprachen und ließ sich gern auf Reisen inspirieren; u. a. in Italien, Belgien, London, Prag und Paris. Im Jahr 1865 bekam er den Bayerischen Michaelsorden verliehen und wurde 1875 zum Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste ernannt. Am 23. September 1885 starb Carl Spitzweg und wurde auf dem Münchner Südfriedhof beigesetzt.

Seit dem 19. Jahrhundert wurden die meist idyllischen Motive von Carl Spitzweg auch auf Tassen und Teller gemalt, auf Sofakissen gestickt und in Zinn gegossen. Außerdem wurde ihm zu seinem 200. Geburtstag eine Sonderbriefmarke sowie eine 10-Euro-Silbergedenkmünze mit dem Motiv “Der arme Poet“ gewidmet, dass den Dichter unter einem Regenschirm und von Büchern umgeben auf seinem Bett zeigt.

Quellen:

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.