Goslarer Straßennamenkatalog - Dürerstraße


Dürerstraße

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Die Dürerstraße beginnt am Konrad-Adenauer-Ring und verläuft rechtsabknickend zu einem Wendeplatz an dem sie endet. Von der Dürerstraße zweigen zahlreiche Wohnwege ab. In der Straße sind Ein- und Zweifamilienhäuser unterschiedlichen Stils zu finden. Für eine Auflockerung des Straßenbildes sorgt die alleeartige Bepflanzung. Im Volksmund bezeichnen die Einheimischen dieses Gebiet von Ohlhof als das „Malerviertel“.

1979 wurde diese Anliegerstraße nach dem deutschen Maler, Zeichner, Grafiker, Mathematiker, Kunstschriftsteller und Kunsttheoretiker Albrecht Dürer (1471-1528) aus Nürnberg benannt. Der Name Dürer leitet sich von dem ungarischen ajtos, auf Deutsch Thürer, ab, was Türmacher heißt (ajto = Tür). Albrecht Dürer entwickelte seinen Künstlernamen, indem er die von seinem Vater gebrauchte Schreibweise Türer an die in Nürnberg gültige Aussprache Dürer anglich.

Er war einer der bedeutsamsten deutschen Künstler zur Zeit des Humanismus und der Reformation, der in seiner Malerei den Übergang von der Spätgotik zur Renaissance symbolisierte. Seine Werke hatten christlich-religiöse und weltliche Themen sowie das Persönlichkeitsbewusstsein des Renaissance-Menschen zum Inhalt. Dürer schuf circa 70 Gemälde (unter anderem Anbetung der Könige, 1504; Vier Apostel, 1526; Hieronymus Holzschuher, 1526), 350 Holzschnitte (unter anderem große Zyklen wie Apokalypse, 1498; Marienleben, 1496-1498; Große Passion, 1509-1511), 100 Kupferstiche (unter ande-rem Adam und Eva, 1504; Ritter, Tod und Teufel, 1513; Heiliger Hieronymus, 1514; Melancolia, 1514), 900 Zeichnungen wie Tier- und Landschaftsaquarelle und Selbstbildnisse, die noch erhalten sind. Sie sind unter anderem im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zu besichtigen. Einige Gemälde Albrecht Dürers wurden auf Banknoten der Deutschen Mark abgebildet wie das Portrait einer Venezianerin auf dem 5 DM-Schein und das Portrait der Elsbeth Tucher auf dem 20 DM-Schein und seine „Betenden Hände“ kennt heute ein jeder. Albrecht Dürer wirkte außerdem am ersten Mathematikbuch in deutscher Sprache mit und schuf theoretische Schriften zur Perspektivlehre und zur Lehre von den Proportionen.

Quellen:

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.