Goslarer Straßennamenkatalog - Degenhardtweg


Degenhardtweg

Der Degenhardtweg liegt im Stadtteil Ohlhof und zweigt in östlicher Richtung vom Theodor-Heuss-Ring ab. Wie in diesem Stadtteil so üblich, ist auch der Degenhardtweg eine verkehrsberuhigte Spielstraße die leicht bogenförmig verläuft und in einem Wendekreis ihr Ende findet. Gleich zu Beginn der Straße fällt der Blick auf ein Haus mit futuristisch anmutender Solar- und Antennenanlage. Die dunkel gehaltenen Dächer der hier stehenden Häuser sind alle spitz zulaufend, aber dennoch sieht keins aus wie das vorherige. Angefangen bei Solarzellen über ein bis zum Boden reichendes Dach ist hier Abwechslung vorzufinden. Des Weiteren sind jedem Haus Vorgärten und Garagen zugehörig, die teils mit kleinen Zäunen oder gepflegten Hecken von der Straße abgegrenzt werden. Von hier ab gehen 2 Fußwege, die sich um ganz Ohlhof schlängeln und die man hier in fast jeder Straße anfindet. Am Ende, rechts des Wendekreises, befindet sich der beschilderte „Spielplatz Degenhardtweg“. Dieser Spielplatz kann von Kindern bis 14 Jahre genutzt werden. Auch in diesem Wendekreis sind andersfarbig gepflasterte Parkbuchten für Pkw vorhanden.

Der Degenhardtweg erhielt seinen Namen im Jahr 1978 und bezieht sich auf den ehemaligen Oberbürgermeister Wilhelm Degenhardt. Er wurde am 09. Februar 1907 in Spanbeck im Landkreis Göttingen geboren. Nach dem Krieg siedelte er nach Goslar um. Degenhardt war Rechtsanwalt und Notar. Er war politisch sehr engagiert und gehörte seit 1950 dem Rat der Stadt Goslar an. Von 1958 bis 1962 war er Sprecher der CDU-Fraktion im Rathaus. Am 29.10.1968 wurde Wilhelm Degenhardt zum Oberbürgermeister der Stadt Goslar gewählt.

Während seiner Dienstzeit wurde die Städtepartnerschaft mit Windsor am 04.07.1969 gegründet. Bis 1972 war er als Oberbürgermeister tätig. Von 1972 bis 1974 war Degenhardt im Kreistag als Sprecher für die CDU/FDP aktiv. Da ihm die Geschichte sehr wichtig war, versuchte er bei Begegnungen mit Jugendlichen deren Geschichtsbewusstsein zu wecken. Wilhelm Degenhardt starb am 09.08.1975 in Goslar und wurde auf dem Friedhof der Hildesheimer Straße beerdigt.

Quellen:

  • Schallock, Heinz; von Ol… bis Ohlhof 1108 – 1996; 888 historische Jahre
  • Stadt Goslar, Bauamt, Straßenverzeichnis der Stadt Goslar

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.