Goslarer Straßennamenkatalog - Dunantring


Dunantring

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Der Dunantring liegt im Nordwesten des Stadtteils Ohlhof. Er beginnt an der Ohlhofbreite und läuft halbkreisförmig zu dieser zurück. Die Wohnwege, die vom Dunantring abgehen, tragen Namen von Persönlichkeiten, die wie Henri Dunant, starkes soziales Engagement zum Lebensinhalt hatten. So z.B. der Kolpingweg oder der Bodelschwinghweg um zwei zu nennen. Der Dunantring ist von den drei Ringstraßen im Stadtteil Ohlhof der Kleinste. Im Dunantring sind Einfamilienhäuser verschiedener Bauarten zu finden. Auch ist die umfangreiche Begrünung der Straße zu erwähnen.

Der Ring wurde 1978 nach Henri Dunant (1828-1910), dem Begründer des Roten Kreuzes, Urheber der Genfer Konvention (1864) und einem der ersten Friedensnobelpreisträger benannt. Henri Dunant wurde auf das völlige Versagen der Verwundeten- und Gefangenenfürsorge der Schlacht von Solferino, die 1859 stattfand, aufmerksam. 1862 veröffentlichte er ein Buch mit seinen Erinnerungen an Solferino und verteilte es an viele führende Persönlichkeiten aus Politik und Militär in Europa.

Im Jahr 1863 kam es auf Anregung von ihm in Genf zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) trägt. Die Genfer Konvention legte im Jahr 1864 als Schutzzeichen der humanitären Organisation des Internationalen Roten Kreuzes (IRK) das rote Kreuz auf weißem Grund fest. Die „Genfer Abkommen“ wurden in den folgenden Jahren ausgedehnt und erweitert.

Als erste Nationale Rotkreuzgesellschaft auf dem Gebiet des späteren Reiches entstand der Württembergische Sanitätsverein am 12. November 1863 in Stuttgart. Am 25. Januar 1921 schlossen sich alle deutschen Landesvereine zum Deutschen Roten Kreuz e. V. mit Sitz in Berlin zusammen. Das DRK ist die Nationale Gesellschaft des Roten Kreuzes in Deutschland und Bestandteil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Sie spielt eine wichtige Rolle im Blutspendewesen, im zivilen Rettungsdienst oder in den sozialen Diensten wie der Alten- und Krankenpflege sowie als Dienstleister im Gesundheitswesen und als Wohlfahrtsverband.

Quellen:

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.