Goslarer Straßennamenkatalog - Fontaneweg


Fontaneweg

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Der Fontaneweg befindet sich im nördlichen Teil von Ohlhof und zweigt vom Theodor-Heuss-Ring ab. Es handelt sich um eine verkehrsberuhigte Zone. Der sehr lange Weg knickt gleich am Anfang nach links ab und endet an einem Wendeplatz. Die wenigen Ziegelsteinhäuser liegen in großen Gärten mit teilweise altem Baumbestand.

Die Straße wurde 1979 nach dem deutschen Dichter Theodor Fontane benannt. Theodor Fontane wurde als Sohn des Apothekers Louis Henri Fontane am 31.12.1819 in Neuruppin geboren. Seine Vorfahren waren Hugenotten. Als Schüler besuchte er das Gymnasium in Neuruppin, später die Gewerbeschule in Berlin. Danach absolvierte Fontane eine Ausbildung zum Apotheker, womit er auch seinen Lebensunterhalt verdiente. Während seiner Lehre begann Fontane zu schreiben und 1839 veröffentlichte er seine erste Novelle „Geschwisterliebe“. Er war mehrere Jahre als Journalist tätig und schrieb über 10 Jahre für die „Neue Preußische Zeitung“, die auch „Kreuz-Zeitung“ genannt wurde. Er schrieb Kriegsberichte, Theaterkritiken, Biografien und Zeitungsartikel. 1842 übersetzte er den „Hamlet“ von Shakespeare. Er hat viele Werke hinterlassen, die meisten von ihnen schrieb er nach seinem 60. Lebensjahr. Fontane verfasste mehr als 250 Gedichte, die teilweise heute noch in den Schulen gelesen und vorgetragen werden.

1990 wurde in Potsdam die Theodor Fontane Gesellschaft e.V., als ein gemeinnütziger literarischer Verein, gegründet. Dort werden Wissenschaftler und Literaturliebhaber zusammengeführt, um Fontanes Leben und seine Werke zu pflegen und zu fördern. In dem Theodor-Fontane- Archiv in Potsdam befindet sich ein zentrales Sammlungs- und Forschungszentrum.

Zu seinen bekanntesten Romanen zählen z. B. „Effi Briest“, „Geschwisterliebe“, „Vor dem Sturm“, „Cecile“ und die Gedichte, „Archibald Douglas“, „Gorm Grymme“ und „Barbara Allen von 1875“. Theodor Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin. Auf dem Friedhof der Französischen Gemeinde wurde zu seiner Ehre eine Gedenkstätte eingerichtet.


Quellen:

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.