Goslarer Straßennamenkatalog - Grundner-Culemann-Straße


Grundner-Culemann-Straße

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Die Grundner-Culemann-Staße zweigt als Stichstraße von der Kurt-Schumacher-Allee ab. Von ihr gehen noch der Konsul-Adam-, Wilhelm-Söffge- und Heinrich-Wulfert-Weg ab. Hier überwiegt wieder die ziegelrote Klinkerbebauung, die durch die ersten Häuser der seitlich abgehenden Wege etwas aufgelockert wird, da diese sich durch helle und weiße Fassaden abheben. Ausnahmsweise haben sich in der Straße auch einige Hauseigentümer für weißen Giebelbehang und Balkonverkleidungen entschieden. Dadurch wirkt diese Straße nicht so uniform und die Baumpflanzungen zwischen den Parkbuchten begrünen das ohnehin grüne Stadtviertel zusätzlich. Hier kann man wirklich behaupten: „Wir wohnen im Grünen“.

Alexander Culemann wurde am 28.09.1885 in Braunschweig geboren und starb am 16.07.1981. Nach dem frühen Tod seines Vaters wurde er von seinem Onkel Dr. August Friedrich Julius Grundner adoptiert. Seitdem nannte er sich Grundner-Culemann. Nach dem Abitur 1904 in Wolfenbüttel ging er in Stiege im Harz in die Lehre und studierte danach in Göttingen und an der Königlich Preußischen Forstakademie in Hann. Münden.

Im 1. Weltkrieg leistete er seinen Kriegsdienst ab und erhielt das Eiserne- Kreuz 1. Klasse. 1918 trat er als Assessor (Sachverständiger) in den braunschweigischen Staatsdienst ein und übernahm schon 1921 die Leitung des Stadtforstamtes in Goslar. Außerdem war er Geschäftsführer des Gemeindewaldbesitzerverbandes, Naturschutz- und Jagdbeauftragter, Heimatforscher und Mitglied im Geschichts- und Heimatschutzverein, sowie des Museumsvereins Goslar. Von 1921 bis 1952 übernahm er außerdem den Vorsitz des Harzklub-Zweigvereins Goslar. Seine Mineraliensammlung ging in den Besitz des Naturwissenschaftlichen Vereins Goslar über und nach seiner Pensionierung arbeitete er von 1952 bis 1958 als CDU-Kommunalpolitiker und verdienstvoller Oberbürgermeister. Aus diesem Grund erhielt er am 13.03.1959 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. In Ohlhof erinnert seit 1986 eine Straße an ihn und die Alex-Quelle direkt an der Granetalstraße wurde zu seinem 100. Geburtstag nach ihm benannt.

Das Team des „Straßennamenprojektes“ ist ihm ebenfalls zu Dank verpflichtet.
Die Grundlagen für viele Beschreibungen wurden aus seinen Büchern „Die Flurnamen des Stadtkreises Goslar Teil I -III“ entnommen.

Quellen:

  • Dr. Lange, Horst-Günther; Damit Namen nicht Schall und Rauch bleiben, Goslarsche Zeitung vom 03.04.2004
  • Schallock, Heinz; Von Ol… bis Ohlhof, 888 historische Jahre
  • Stadt Goslar, Bauamt; Straßenverzeichnis der Stadt Goslar

 

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.