Goslarer Straßennamenkatalog - Holzkamp


Holzkamp

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Der Holzkamp beginnt links an der Straße Große Wiese als verkehrsberuhigter Bereich und endet mit großzügigem Wendebereich vor einem Fußweg. Er liegt im nordwestlichen Teil von Ohlhof in unmittelbarer Nähe der Immenröder Straße. Bebaut ist der Holzkamp mit einzeln stehenden, hell verputzten eingeschossigen Häusern mit ausgebautem Dachbereich. Einige Häuser haben dunkel gestaltete Giebel und große Frontverglasungen. Die meisten Grundstücke sind hier mit Hecken eingefasst und zu jedem Haus gehört eine Garage. Nach einem leicht nach links abknickenden Verlauf erreicht man den Wendeplatz, in den zwei farblich abgesetzte Parkflächen und zwei Bäume integriert sind.

1978 wurde der Holzkamp benannt nach der Flurbezeichnung Holzkamp, die allerdings östlich vom Gut Ohlhof und dem „Neuwerkischen Holz“ liegt.

Diese Flurbezeichnung wurde bereits auf der Karte von 1811 erwähnt und deutet auf ein forstwirtschaftlich genutztes Landstück mit ehemaliger Bewaldung hin.

Auf einer gezeichneten Karte von August Pahle aus dem Jahr 1846 erinnert der Name Holzkamp daran, dass der Waldbestand rings um den Ohlhof früher viel größer war. Bis auf geringe Reste im Norden und Westen des Gutes Ohlhof waren die Waldbestände verschwunden und hatten wie bei der Flur Holzkamp Feldern und Weiden Platz gemacht. Holz bezeichnet Stamm, Äste und Zweige von Bäumen und Sträuchern. Kamp ist ein Landstück. Unter Holzkamp ist somit ein abgeholztes Landstück zu verstehen. Das Holz der Flur Holzkamp wurde vermutlich zur Energiegewinnung und als Werkzeug- und Baumaterial genutzt. Laut Stadtkarte von Goslar des Jahres 2000 wurde die Flur Holzkamp auch als Ackerland genutzt.

Quellen:

  • Stadt Goslar, Bauamt, Straßenverzeichnis der Stadt Goslar
  • Schallock, Heinz; von Ol… bis Ohlhof, 1108 bis 1996, 888 historische Jahre
  • Stadtarchiv Goslar; GZ vom 26.04.2004; Signatur 1-802

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.