Goslarer Straßennamenkatalog - Klemmenkamp


Klemmenkamp

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Der Klemmenkamp zweigt vom Theodor-Heuss-Ring ab und verläuft in nordöstliche Richtung. Hier befinden sich Einfamilienhäuser mit hübschen Vorgärten. Die Giebel der Häuser sind teilweise mit Schiefer und teilweise mit Holz verkleidet. Der Klemmenkamp endet nach einer 90° Kurve in einer Sackgasse mit Wendekreis, der Parkgelegenheiten für die Anwohner bietet. Von dort aus führt ein Rad- und Fußweg in die Nachbarstraßen.

Ihren Namen hat die Straße 1978 erhalten. Der Klemmenkamp geht auf eine alte Flurbezeichnung zurück. Viele Flurnamen bezeichnen das für die Forst- und Landwirtschaft genutzte, von Menschen unbesiedelte Land. Sie geben z.B. Informationen über die geographische Lage und Beschaffenheit eines Geländes, Bewirtschaftungs- und Landschaftsformen etc. wieder.

Aus dem Wort „Klemmen“, das im Mittelhochdeutschen zunächst als „beklummen“ gebildet wurde und sich von dem Verb „beklimmen“, d.h. „umfassen, umklammern“ ableiten lässt, setzte sich im
18. Jahrhundert, das heutige Verb „klimmen“, was „steigen, erklimmen“ bedeutet, durch. Im Mittelhochdeutschen bedeutet das Wort „klem“: eng/schmal. Es ist denkbar, dass es sich hier um die Bezeichnung für ein schmales Grundstück handelte.

Das Wort „Kamp“ lässt sich aus dem Duden als „Feld, Stück Land oder Grasplatz“ näher erklären. Vermutlich leitet sich der Name Klemmenkamp daher ab, dass es sich bei dieser Flur um eine steigende Landschaft handelte, die erst erklommen werden musste, um sie zu erreichen. Eine andere Erklärung wäre, dass es sich um ein sehr schmales Stück Land handelte.

Quellen:

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.