Goslarer Straßennamenkatalog - Konrad-Adenauer-Ring


Konrad-Adenauer-Ring

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Der Konrad-Adenauer-Ring beginnt an der Ohlhofbreite in der Nähe des Marktplatzes Ohlhof. Nach ringförmigem Verlauf endet die Straße wieder an der Ohlhofbreite. Vom Konrad-Adenauer-Ring zweigen viele Wohnwege, wie der Liebermannweg und der Carl-Spitzweg-Weg ab. Die Bebauung besteht aus Häusern verschiedener Größe und Baustile. Erwähnenswert sind die Mehrfamilienhäuser am Ende der Straße. Ihre Eingangstüren sind nur über den Carl-Spitzweg-Weg zu erreichen. Dieser Umstand ist für Post- und Paketboten oft verwirrend. Wie in vielen anderen Straßen Ohlhofs sind Gehwege und Parkflächen durch Alleebäume von der Fahrbahn getrennt.


Benannt wurde sie nach Konrad Adenauer (1876-1967), dem ersten deutschen Bundeskanzler (1949-1963) im Jahr 1979. Konrad Adenauer war Mitbegründer der CDU, 1946 Parteivorsitzender in der Britischen Zone, 1948-1949 Präsident des Parlamentarischen Rates und wurde nach Gründung der Bundesrepublik Mitglied des Bundestages, der ihn erstmalig am 15. September 1949 zum Bundeskanzler wählte. Vom 20. bis 22. Oktober 1950 fand der erste Bundesparteitag der CDU unter dem Motto: Einigkeit und Recht und Freiheit in Goslar statt. Er wurde am 21. Oktober 1950 mit 302 von 355 Stimmen zum Parteivorsitzenden gewählt. Aus dieser Zeit stammen folgende Worte von Konrad Adenauer: „Die Grundlage des Gemeinschaftslebens im Staate und unter den Völkern muß wieder die Hochachtung und der Respekt vor den Rechten der Einzelpersonen und der Völker werden, vor Rechten die nicht willkürlich geschaffen, sondern die tief im Völkerrecht verankert sind.“

Während seiner Regierungszeit als Bundeskanzler bis 1963 war er von 1951 bis 1955 auch Außenminister der Bundesrepublik und bis 1966 Bundesvorsitzender der CDU. Selbst Adenauers Sprüche und Zitate sind für die Nachwelt festgehalten, angefangen von „was geht mich mein Geschwätz von gestern an“ bis zu der bissigen Bemerkung „wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont“. Lebensweisheiten wie „Fallen ist weder gefährlich, noch eine Schande. Liegenbleiben ist beides“ zeigen, was für ein großer Mann er gewesen ist und ein „typisch kölsche Jung“.

Quellen:

  • Bundesarchiv, B145 Bild-F078072-0004/Katherine Young/CC-BY-SA
  • Schallock, Heinz; von Ol bis Ohlhof, 1106 bis 1996, 888 historische Jahre
  • Stadt Goslar, Bauamt; Straßenverzeichnis der Stadt Goslar
  • www.kas.de
  • www.konrad-adenauer.de

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.