Goslarer Straßennamenkatalog - Liebermannweg


Liebermannweg

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Der Liebermannweg zweigt als erster Weg links vom Konrad-Adenauer-Ring ab und verläuft leicht kurvig bis zum Wendeplatz. Dort endet der befahrbare Teil des Liebermannwegs. Die Häuser mit den Nummern 4 – 15 sind nicht mit dem Auto direkt zu erreichen. Diese Reihenhäuser haben alle Vorbauten, die mit Holz beschlagen sind. Die Dächer dieser Vorbauten sind schräg geneigt. Viele Anwohner haben schöne Vorgärten angelegt. Die zu den Häusern gehörenden Garagen liegen am Konrad-Adenauer-Ring. So ist es nicht verwunderlich, dass am Wendeplatz eine Bank steht. Diese dient sicherlich dem einen oder anderen Anwohner, um schwere Einkäufe abzustellen, denn der Fußweg von den Garagen ist recht lang. Der Liebermannweg hat zwei Arme. Über einen Fußweg ist dieser aus verschiedenen Richtungen zu erreichen.

Benannt wurde der Liebermannweg nach dem deutsch-jüdischen Maler, Graphiker und Impressionisten Max Liebermann (1847-1935) im Jahr 1979. Max Liebermann wurde am 20. Juli 1847 in Berlin geboren, nahm von 1866-1868 parallel zum Studium an der Philosophischen Fakultät der Berliner Universität Malunterricht und studierte von 1869-1872 an der Kunstschule in Weimar. Sein erstes großes Gemälde Gänserupferinnen stieß wegen seiner Gewöhnlichkeit in Hamburg auf Kritik wie auch andere seiner Werke, bei denen er einfache Menschen wie Weber, Näherinnen, Schuster, Bauern und Handwerker bei der Arbeit darstellte und in den Mittelpunkt rückte. Außerdem war es neu und ungewohnt, dass er den Alltag in Waisen- und Altmännerhäusern malte. 1884 ging Liebermann nach Berlin. Er war einer der Mitbegründer der Berliner Secession; einer ehemaligen Künstlergruppe, denen der Kunststil als nicht mehr zeitgemäß vorkam.

Anlässlich seines 70. Geburtstags im Jahr 1917 fand eine Gesamtschau seines Werkes in der Königlichen Akademie der Künste statt. Zum Präsidenten der Preußischen Akademie der Künste wurde er 1920 berufen, für die er ein neues liberales Programm entworfen hatte. 1927 wurde er zum Ehrenbürger von Berlin und 1932 zum Ehrenpräsidenten der Preußischen Akademie benannt. Im Jahr 1933 trat er aus dieser Akademie aus, da ihm als Jude von den Nationalsozialisten Arbeitsverbot erteilt wurde. Max Liebermann verstarb am 8. Februar 1935 in Berlin.Werke von Max Liebermann sind unter anderem im Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover zu besichtigen. Zum Beispiel Arbeiter im Rübenfeld (1876), Bildnis Paul von Hindenburg (1927), Damenbildnis (1894) und Tennisspieler am Meer (1901). Zu seinen Themen gehörten außerdem Selbstbildnisse, Stadt- und Alleebilder, Portraits sowie Landschaften und insbesondere sein Garten in Berlin Wannsee.

Quellen:

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.