Goslarer Straßennamenkatalog - Mörikeweg


Mörikeweg

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Der Mörikeweg beginnt an der Ohlofbreite. Er verläuft als Spielstraße bis zu einem Wendeplatz an dem er endet. Im Mörikeweg sind Ein- und Mehrfamilienhäuser zu finden. Auffällig sind die Treppenhäuser der Mehrfamilienhäuser. Neben gläsernen Vorbauten ist die Gestaltung des Treppenbereichs in blau zu bemerken. Im Mörikeweg ist auch eine Schaltstation eines Energieversorgers zu finden.

Benannt wurde der Mörikeweg nach dem deutschen Lyriker, Erzähler, Übersetzer und evangelischen Pfarrer Eduard Mörike (1804-1875) im Jahr 1979. Eduard Friedrich Philip Mörike wurde am 8. September 1804 in Ludwigsburg bei Stuttgart in Würtemberg geboren und verstarb am 4. Juni 1875 in Stuttgart. Im Jahr 1811 besuchte er die Lateinschule in Ludwigsburg. Nachdem sein Vater 1817 verstarb, nahm ihn sein Onkel in Stuttgart auf, wo er das Gymnasium besuchte. 1818 besuchte er ein theologisches Seminar in Urach, zog 1822 in den Tübinger Stift und begann ein Theologiestudium. 1823 verliebte er sich in Maria Meyer und wurde nach Abbruch der Beziehung zum Dichter, indem er die Peregrina-Gedichte schrieb. 1826 begann seine Tätigkeit als Vikar.

Eduard Mörike wurde an insgesamt 11 Vikariats und Pfarrverwaltungsstellen tätig bis er in der Zeit von 1834 -1843 in Cleversulzbach bei Heilbronn als Pfarrer wirkte. 1843 ging er krankheitshalber vorzeitig in Pension. 1851 heiratete er Margarethe Speeth und fand am Königlichen Katharinenstift in Stuttgart eine feste Anstellung als Literaturlehrer. 1852 wurde er von der Philosophischen Fakultät der Universität Thübingen zum Ehrendoktor ernannt, bekam 1856 den Professorentitel und wurde 1864 mit dem Ritterkreuz I.Klasse des württembergischen Friedrich-Ordens ausgezeichnet.

Im Jahr 1866 beendete er seine Lehrtätigkeit am Katharinenstift und lebte 1871 wieder in Stuttgart. 1873 trennten sich Eduard Mörike und seine Frau, versöhnten sich aber 1875 wieder. Im Jahr 1875 verstarb Eduard Mörike und wurde auf dem Pragfriedhof in Stuttgart begraben. Er lebte in der Übergangszeit von Klassik und Romantik zum bürgerlichen Biedermeier. Zu seinen Werken gehören der Roman Maler Nolten, die Erzählung Lucie Gelmeroth, die Märchen Der Schatz, sowie Der Bauer und sein Sohn und zahlreiche Gedichte wie Septembermorgen oder Frühling. Hier eins der schönsten Gedichte von Edward Mörike :

„Frühling“

Er ist’s
Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße, wohl bekannte Düfte
streifen ahnungsvoll durchs Land
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen
- Hah, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!

Quellen:

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.