Goslarer Straßennamenkatalog - Marktplatz Ohlhof


Marktplatz Ohlhof

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Der Marktplatz Ohlhof liegt zentral mitten im gleichnamigen Stadtteil. Durch einen Fußweg zwischen Mehrfamilienhäusern ist dieser zu erreichen. In diesem Weg befinden sich in der Mitte kleine Grünanlagen deren Zwischenräume als Abstellplätze für Fahrräder genutzt werden. Ein Straßenschild ist allerdings nicht zu finden. Folgt man diesem begrünten Fußweg erreicht man den eigentlichen Marktplatz. Gleich fallen einem die Kirche St. Johannes, der Kindergarten, der Supermarkt und natürlich der Brunnen mit Dukatenmännchen ins Auge. Vor diesem Brunnen stehen einige Sitzgruppen. Vor den Sitzgruppen befinden sich Stufen, die bei Veranstaltungen als Sitz- und Stehplätze genutzt werden können.

In Ohlhof waren nach der ursprünglichen Planung des Jahres 1979 noch zwei Platzanlagen vorgesehen. Sie sollten laut Ratssitzung vom 17.07. 1979 die Bezeichnung „Heinrich-Mann-Platz“ (benannt nach dem Schriftsteller Heinrich Mann 1871-1850) und „Heinrich-Zille-Platz“ (benannt nach dem bildenden Künstler Heinrich Zille 1858-1929) erhalten. Im Jahr 1982 entstand durch eine Änderung im Bebauungsplan das Ohlhof-Zentrum, eine marktplatzähnliche Erweiterung an der Ohlhofbreite anstelle der vorher geplanten zwei Plätze. Der Marktplatz Ohlhof wurde nach Ratsbeschluss vom 04.11. 1985 nur noch Marktplatz Ohlhof genannt und der Beschluss zur Benennung der Marktplätze vom 17.07.1979 aufgehoben. Am 18.03.1997 wurde er als Gemeinstraße für Fußgänger und Radfahrer mit eingeschränkter Kraftfahrzeugnutzung laut Ratsbeschluss gewidmet. So ist die Belieferung der umliegenden Geschäfte und Betriebe gesichert.

Im Jahr 1988 begann die städtische Kinderbetreuung im Zentrum von Ohlhof im Haus Sonnenschein. Im Jahr 1998 wurde der Kindergarten am Marktplatz mit dem Haus Max und Moritz erweitert. Hier wurde im Mai 2009 für Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren eine Krippengruppe eingerichtet. Am 10.05.2012 fand zum 25. Jahrestag der Einweihung des ev. luth. Kirchenzentrums St. Johannes in der Kirche am Marktplatz eine Andacht statt. Das Taufbecken ist aus dem Jahr 1015. Die Figur des „Dukatenmännchens auf dem Ohlhofmarktbrunnen stammt von der Künstlerin Ursular Bacmeister. Scherzhaft wird dieses „Dukatenmännchen“ als „großgewachsener Sohn“ der gleichnamigen Figur am Kaiserworth bezeichnet.

Durch den 1992 gegründeten Stadtteilverein Ohlhof werden alle zwei Jahre Stadtteilfeste in Ohlhof, wie die St. Martins- und eine Weihnachtsbaumfeier veranstaltet. Direkt am Marktplatz finden die Anwohner Arztpraxen, eine Sparkasse, einen Verbrauchermarkt und weitere Geschäfte sowie ein Restaurant.

Quellen:

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.