Goslarer Straßennamenkatalog - Ohlhofbreite


Ohlhofbreite

Ohlhofbreite_1
Ohlhofbreite_2
Ohlhofbreite_3

Die Ohlhofbreite beginnt an der Kreuzung Immenröder-, Lilienthalstraße. Sie ist die längste Straße Ohlhofs. An ihrem Ende geht sie in die Kurt-Schumacher-Allee über. Unter diesem Namen führt die Straße zurück zur Immenröder Straße. Der alleeartige Charakter der Ohlhofbreite setzt sich in der Kurt-Schumacher-Allee fort. Für die Bepflanzung wurden Platanen gewählt, die nicht in jeder Stadt zu finden sind. Viele Straßen und Wege gehen von der Ohlhofbreite ab, wie der Mörikeweg, der Theodor-Heuss-Ring und der Böcklerweg um einige zu nennen. Die Bebauung der Ohlhofbreite ist auf Grund ihrer Länge äußerst unterschiedlich. Im mittleren Verlauf der Ohlhofbreite kommt man zum Marktplatz Ohlhof.

In der Ohlhofbreite ist ein Stadtteilplan zu finden. Dieser steht kurz hinter der Bushaltestelle etwa auf Höhe der Einmündung Theodor- Heuss-Ring. Es befindet sich dort aber keine Haltebucht. So muss ein motorisierter Besucher weiterfahren um einen Parkplatz zu finden oder verbotener Weise in der Bushaltestelle halten.

Der Name Ohlhofbreite ist eine Flurbezeichnung im nördlichen Bereich des Neubaugebietes Ohlhof, welches eine Niederlassung in einem sumpfigen Gebiet beschreibt. Der Wald Al, Ol oder Ohl bedeutete Anfang des 12. Jahrhunderts Sumpfwald oder Wald im Sumpf. Dieser Wald erstreckte sich vom Sudmerberg bis in die Gegend von Riechenberg und im Westen bis zur Immenröder Straße.

Ihren Namen erhielt die Ohlhofbreite im Jahr 1978 nach dem Gut Ohlhof, einem Gut des Benediktinerinnenklosters Neuwerk in Goslar. Das Gut Ohlhof wurde im Jahr 1186 von Bischof Adelog von Hildesheim den Gründern des Klosters gestiftet. Die Nonnen des Klosters Neuwerk nutzten dieses Gut als Wirtschaftshof. Im weiteren Verlauf der Jahrhunderte wurde das Gut mehrfach verpachtet. Es hat seinen baulichen Charakter aus dem 18. Jahrhundert bis heute erhalten. Die Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz. Der älteste und noch genutzte evangelisch-lutherische Friedhof Goslars befindet sich am Eingang des Gutes, welches nordöstlich vor dem Stadtteil Ohlhof liegt.

Quellen:

  • Schallock, Heinz; von Ol… bis Ohlhof, 1108 bis 1996, 888 historische Jahre
  • Stadt Goslar, Bauamt; Straßenverzeichnis der Stadt Goslar
  • Stadtarchiv Goslar; GZ vom 26.04.2004; Signatur 1- 802
  • www.archive.org

Straßenprofil als PDF Dieses Straßenprofil als PDF herunterladen.

Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.