Goslarer Straßennamenkatalog - Stefan-Zweig-Weg


Stefan-Zweig-Weg

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Der Stefan-Zweig-Weg verläuft als Abzweigung des Theodor-Heuss Ringes in nord-westliche Richtung. Er ist mit einzeln stehenden, weiß verputzten ein- und zweigeschossigen Häusern bebaut. Der als Spielstraße ausgeschilderte Weg endet als Sackgasse mit einem Wendeplatz. Von diesem Wendeplatz aus führen kleine Stichstraßen in verschiedene Richtungen. Um die Häuser mit den Hausnummern 5 bis 9 zu erreichen, muss man vom Wendeplatz starten. Etwa nach der Hälfte des Weges geht eine weitere Stichstraße links ab. Dort sind die vorgenannten Häuser zu finden.

Benannt wurde der Stefan-Zweig-Weg im Jahr 1979 nach dem Schriftsteller Stefan Zweig.

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren, studierte Philosophie, Romanistik und Germanistik in Berlin und Wien und unter-nahm zahlreiche Reisen durch Europa, nach Indien, Nordafrika, Nord- und Mittelamerika, sowie nach Russland. Während des ersten Weltkriegs arbeitete er im Kriegspressehauptquartier, reiste 1917/18 in die Schweiz und wirkte von Zürich aus als überzeugter Pazifist für den Völkerfrieden. Nach dem Krieg heiratete er die geschiedene Friderike Maria von Winternitz, lebte überwiegend in Salzburg und emigrierte 1934 nach England, nachdem seine Bücher, mit denen anderer Autoren, öffentlich in Deutschland verbrannt worden waren. Am 24. Dezember 1938 wurde seine erste Ehe wegen einer Affäre mit seiner Privatsekretärin Lotte Altmann geschieden, die er am 6. September 1939 heiratete. Im Jahr 1940 verließ Stefan Zweig Europa und emigrierte über New York im Jahr 1941 nach Brasilien. Enttäuscht durch die politische Entwicklung in Europa und die Bitterkeit des Exils wählte er am 23.02.1942 in Petropolis bei Rio de Janeiro gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Lotte den Freitod. Zu seinen Werken gehören unter anderem Silberne Saiten (Gedichte 1911), Brennendes Geheimnis (Novelle 1911) und Sternstunden der Menschheit (Essays 1927). Sein Werk Schachnovelle, das auch als Verfilmung in den Kinos gezeigt wurde, brachte Stefan Zweig Weltruhm ein.

Quellen:

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.