Goslarer Straßennamenkatalog - Theodor-Heuss-Ring


Theodor-Heuss-Ring

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Der Theodor-Heuss-Ring beginnt und endet an der Ohlhofbreite. Von dieser Straße, die kranzförmig angelegt ist, gehen zahlreiche Wohnwege, z.B. der Ratsknick, der Kyfittig und andere Wege ab. Im Theodor-Heuss-Ring sind Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser zu finden. Auf einigen Grundstücken der Wohngebäude sind Spielplätze und Grünanlagen angelegt. Die Bushaltestelle im Theodor- Heuss-Ring trägt den Namen Schaperwiese, da sie sich in der Nähe dieser Straße befindet. Eine alleeartige Bepflanzung mit Lindenbäumen lockert das Straßenbild deutlich sichtbar auf.

Die Straße wurde im Jahr 1978 nach Theodor Heuss (1884-1963), dem 1. Bundespräsidenten (1949-1959) benannt. Schon früh begann er sich mit Politik zu befassen. Von Anfang an unterstützte er die liberale Bewegung. Während der NS-Zeit beugte Heuss sich der Parteimehrheit obwohl er die Politik der NSDAP ablehnte. Da Heuss von der SPD zur Wahl vorgeschlagen wurde, musste er sein Mandat niederlegen. Selbst seine Arbeit bei der Frankfurter Zeitung konnte Heuss während der NSDiktatur nur unter einem Pseudonym fortsetzen. Nach dem Krieg gründete er mit anderen Journalisten die Rhein-Neckar-Zeitung und wurde Kultusminister des Landes Baden-Württemberg. In seinem weiteren politischen Leben blieb er seiner liberalen Grundhaltung treu. Er arbeitete für die Demokratische Partei Deutschlands und die westdeutsche FDP. Aus beiden Parteien ist schließlich die Bundes-FDP entstanden.

Theodor Heuss war seit 1948 Parteivorsitzender der FDP. Heuss war im parlamentarischen Rat maßgeblich an der Ausarbeitung des Grundgesetzes beteiligt. Er wurde am 12. September 1949 von der Bundesversammlung zum ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Nach seiner Wiederwahl am 17. Juli 1954 führte er dieses Amt bis 1959 aus. Theodor Heuss war schon früh um eine Aussöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern und mit Israel bemüht. 1959 erhielt Theodor Heuss den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

Von vielen Politikern – wie auch von Theodor Heuss existieren heute noch viele gute Zitate: „Das Talent des Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch sein Talent übertroffen, ihn zu zerstören.“

Quellen:

  • Stadt Goslar, Bauamt; Straßenverzeichnis der Stadt Goslar
  • Schallock, Heinz; von Ol… bis Ohlhof, 1108 bis 1996, 888 historische Jahre
  • www.hdg.de
  • www.was-war-wann.de

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.