Bund und Länder haben beschlossen, den aktuell geltenden Lockdown bis zum 18. April zu verlängern. Anders als zunächst geplant gibt es aber keine bundesweite "Osterruhe". Die niedersächsische Landesregierung hat am 27. März eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht, die am Montag, 29. März, in Kraft getreten ist. Enthalten sind einige Verschärfungen zu Ostern. Generell sind Kommunen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 aufgefordert, die "Notbremsen"-Regelung konsequent anzuwenden.

Von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag sind Ansammlungen von Personen in der Öffentlichkeit verboten, auch wenn sie den Mindestabstand einhalten. Darüber hinaus appelliert die Landesregierung, über die Osterferien möglichst zu Hause zu bleiben und Orte zu meiden, an denen viele Menschen zusammenkommen.

Die neue Corona-Verordnung des Landes sieht nächtliche Ausgangssperren für Kommunen mit besonders hohen Inzidenzwerten (ab 150) vor. Im Einzelfall entscheiden sollen aber die Landkreise und Städte. Denn: Eine nächtliche Ausgangssperre ab 21 Uhr muss nicht für den ganzen Landkreis gelten, sondern kann auch für einzelne Gemeinden oder Stadtteile verhängt werden. Derzeit liegen zehn Landkreise in Niedersachsen über dem kritischen Sieben-Tages-Wert von 150. Aber auch schon darunter, ab einer Inzidenz von 100, sollen die Landkreise künftig die Corona-Regeln verschärfen und zum Beispiel die Maskenpflicht ausweiten. Auch Betretungsverbote für öffentliche Plätze oder Parks sind möglich.

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 dürfen sich Personen eines Haushalts mit höchstens einer weiteren Person treffen. Hinzukommen können Kinder bis sechs Jahre. Die Kontaktregel für Gebiete unter einer Inzidenz von 100 hat sich dagegen geändert: Hier darf sich ein Haushalt nun mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen. Die bisherige Regel, dass sich höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen, war vom niedersächsischen Oberverwaltungsgericht gekippt worden. Fällt die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Kommune auf unter 35, darf der entsprechende Landkreis oder die kreisfreie Stadt Treffen von bis zu zehn Personen aus maximal drei Haushalten erlauben. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt. An einem solchen Treffen dürfen nur dann Personen aus einer anderen Kommune teilnehmen, wenn dort auch die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 liegt.

Für Grundschüler und Abschlussklassen gilt wieder die Präsenzpflicht. Seit 15. März sind weitere Jahrgänge im Wechselmodell in den Schulen - dort, wo die Sieben-Tage-Inzidenz mindestens an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Das gilt für die Klassen 5 bis 7 sowie den 12. Jahrgang, für Berufseinstiegsschulen sowie für Berufsschulklassen, die von Jugendlichen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung besucht werden, für Förderschulen im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung und für die verbundenen Förderschwerpunkte Hören und Sehen. Grundsätzlich gilt eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung an Schulen - und zwar auch am Sitzplatz. Lediglich Grundschüler dürfen die Maske an ihrem Sitzplatz abnehmen.

Die Kindertagesstätten sind im eingeschränkten Regelbetrieb. Auch hier gilt, dass in der jeweiligen Kommune die Sieben-Tage-Inzidenz an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegen muss. Ist dies der Fall, dürfen alle Kinder in ihre Einrichtungen zurückkehren. In Krippen dürfen höchstens acht Kinder betreut werden, in Kindergartengruppen maximal 13 Kinder. Betreuerinnen und Betreuer müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn die Einhaltung des Abstandsgebots nicht gewährleistet werden kann. Tagesmütter und -väter dürfen die Betreuung in den ohnehin sehr kleinen Gruppen fortsetzen.

Geöffnet sind alle Verkaufsstellen mit Lebensmitteln oder Gütern oder Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Dazu zählen der Lebensmittelhandel, Wochenmärkte, Bauernläden, Getränkehandel, Reformhäuser, Abhol- und Lieferdienste, Babyfachgeschäfte, Apotheken, Sanitätshäuser und Drogerien, Optikerinnen und Optiker, Hörgeräteakustikerinnen und -akustiker, Orthopädieschuhmacher und Orthopädietechnik, Tankstellen und Autowaschanlagen, Kraftfahrzeughandel und Zweiradhandel für Probefahrten, Kraftfahrzeug-, Fahrrad- und Elektronikgeräte-Werkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Brief- und Versandhandel, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkaufsstellen, Tierbedarfshandel, Futtermittelhandel, Blumengeschäfte, Gärtnereien und Gartencenter, Brenn- und Heizstoffhandel, Verkaufsstellen für Fahrkarten für den Personenverkehr. Hinzu kommen unabhängig von der Inzidenz auch der Buchhandel sowie Bibliotheken und Büchereien. Im Einzelhandel sind Terminvereinbarungen mit Kunden möglich, sofern die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis oder einer kreisfreien Stadt unter 100 liegt. Auf je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich maximal ein Kunde oder eine Kundin samt Begleitperson aufhalten. Diese müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Nach den Friseurläden dürfen nun auch Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagepraxen unabhängig vom Inzidenzwert wieder öffnen. Auch Praxen für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie oder Fußpflege haben geöffnet. Gleiches gilt für die Praxen von Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern. Körpernahe Dienstleistungen, bei denen nicht durchgehend eine medizinische Maske getragen werden kann, sind nur nach vorherigem negativem Schnelltest zulässig. Eine Ausnahme gilt für logopädische Behandlungen. Vor dem Hintergrund, dass dort oftmals Kinder behandelt werden, müssen sich diese nicht testen lassen.

Für Kinder bis einschließlich 14 Jahren ist wieder Sport in Gruppen von maximal 20 Teilnehmenden im Außenbereich öffentlicher und privater Sportanlagen möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass die Sieben-Tage-Inzidenz eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt stabil unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Die Sportgruppen müssen dabei jedes Mal mit den gleichen Teilnehmenden zusammengesetzt sein und die Teilnehmenden müssen Abstand zueinander halten. Bis zu zwei Betreuungspersonen dürfen das Training leiten. Umkleideräume und Duschen dürfen nicht genutzt werden. Erwachsene dürfen mit Personen des eigenen Haushalts und höchstens zwei Personen eines anderen Haushalts Sport treiben. Dafür dürfen sie auch öffentliche und private Sportanlagen nutzen. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35, dürfen bis zu zehn Menschen aus bis zu drei Haushalten gemeinsam Sport treiben. Kinder bis 14 Jahren werden auch hierbei nicht mit eingerechnet.

Die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken besteht weiterhin in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Haltestellen, im Einzelhandel einschließlich Apotheken, Banken und Poststellen etc., auf Wochenmärkten, in Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen sowie bei religiösen Veranstaltungen. Die allgemeine Maskenpflicht gilt nicht nur in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, sondern auch in den Eingangsbereichen und auf dazugehörigen Parkplätzen. Nach einer aktuellen Allgemeinverfügung des Landkreises gilt außerdem in folgenden Straßen eine Maskenpflicht: Bahnhofsvorplatz einschließlich ZOB, Rosentorstraße, Jakobikirchhof, Fischemäkerstraße, Hokenstraße, Schuhhof, Fleischscharren, Bäckerstraße zwischen Münzstraße und Fischemäkerstraße, Marktplatz, Marktkirchhof, Hoher Weg sowie Domplatz bis Kaiserpfalz.

Übernachtungsangebote sind laut Verordnung nur für notwendige Zwecke, also nicht zu touristischen Zwecken erlaubt. Explizit sind auch Übernachtungen insbesondere mit Wohnmobilen im öffentlichen Straßenraum untersagt.

Der Landkreis Goslar veröffentlicht regelmäßig die aktuellen Zahlen zum Infektionsgeschehen und hat eine Internetseite eingerichtet, auf der alle regionalen und lokalen Informationen zur Corona-Pandemie zusammenfließen: www.landkreis-goslar.de. Weitere Informationen für Unternehmen, Gäste und Kulturschaffende finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

 

Anlaufstellen für kostenlose Schnelltests in der Stadt Goslar:

  • Allgemeinmediziner Dr. Eisenhardt, Hirschberger Straße 1, Tel. 05321 8740
  • Jakobi-Apotheke am Jakobikirchhof 8, Tel. 05321 23021
  • Niedersachsen-Apotheke, Rosentorstr. 24, 05321 24484
  • Ohlhofer Apotheke, Ohlhofbreite 37b, Tel. 05321 18800
  • Apotheke im Marktkauf, Tel. 05321 683659
  • Testzentrum Tina Sapiente vor der „Nachtschicht“, Carl-Zeiß-Str. 1b, Tel. 0151 20789129
  • Allgemeinmediziner Jens Suckstorff, Stadtweg 20a in Hahndorf, 05321 8660
  • Löwen-Apotheke Oker, Bahnhofstr. 21, 05321 65194
  • Alte Apotheke in Vienenburg, Kaiserstr. 13, Tel. 05324 2241

 

Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App ist da. Sie soll dabei helfen, Infektionsketten zurückzuverfolgen und zu unterbrechen. Die App meldet, wenn die Nutzerin oder der Nutzer mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen ist. Voraussetzung ist, dass auch die oder der Infizierte die App nutzt. Deshalb gilt: Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto nützlicher wird sie im Kampf gegen die Pandemie. Die Bundesregierung hat eine Informationsseite zur App zusammengestellt: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app

App-Store: https://apps.apple.com/de/app/corona-warn-app/id1512595757
Play-Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.rki.coronawarnapp

 

Erreichbarkeit der Stadtverwaltung:

Die Goslarer Stadtverwaltung hat ihren Dienstbetrieb an die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern angepasst und arbeitet nur noch hinter verschlossenen Türen. Vorerst werden bis zum Ende des Lockdowns keine persönlichen Termine mehr vergeben. Ausnahmen gibt es nur für wichtige und unaufschiebbare Angelegenheiten. Besucherinnen und Besucher sind verpflichtet, medizinische Masken (s.o.) zu tragen. Die telefonische Erreichbarkeit der einzelnen Fachdienste ist montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 15 Uhr sowie mittwochs und freitags in der Zeit von 8 bis 13 Uhr gewährleistet. Die Zentrale der Stadtverwaltung ist unter den Rufnummern (05321) 704-0 und -115 sowie per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Das Bürgerbüro in Vienenburg bleibt vorerst komplett geschlossen.


Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Informationen für

 
 

Allgemeine Informationen

Stadtbus:

Aktuelle Informationen zum Busverkehr innerhalb Goslars finden Sie auf https://www.stadtbus-goslar.de/startseite.

Seit 27.04.2020 gilt Masken-Pflicht im gesamten öffentlichen Nahverkehr in Deutschland. Danach werden nur noch Fahrgäste befördert, die eine Mund-Nasen-Abdeckung tragen. Die Bedeckungen dürfen erst nach dem Verlassen des Busses wieder abgesetzt werden. Da durch die Ladenöffnungen und den Wiederbeginn der Schule mit steigenden Fahrgastzahlen zu rechnen ist, soll mit dem verpflichtenden Tragen einer Mund-Nasen-Abdeckung ein wirksamer Beitrag zur Minimierung einer möglichen Ansteckungsgefahr geleistet werden. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Fahrgastraum in Bussen sehr begrenzt ist

 

Einkaufshilfe:

Für Risikogruppen, die das Haus nicht mehr verlassen wollen, haben die Propstei Goslar, Diakonie im Braunschweiger Land, Freiwilligenagentur
und Goslarsche Zeitung eine Nachbarschaftshilfe organisiert. Wer Bedarf hat, kann sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
melden oder ab sofort an jedem Wochentag von Montag bis Freitag zwischen 10 und 14 Uhr bei der Freiwilligenagentur anrufen unter
(0 53 21) 3 98 93 00.


Hilfetelefon bei häuslicher Gewalt, Problemen in der Familie oder für Schwangere in Not

Das derzeit geltende Kontaktverbot und der Aufruf, möglichst zu Hause zu bleiben, kann zu Spannungen im häuslichen Umfeld führen. Isolation, räumliche Enge, Zukunftsängste und finanzielle Sorgen können im Extremfall in Gewalt münden. Opfer von häuslicher Gewalt können sich an verschiedene Telefon-Hotlines wenden:

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
rund um die Uhr, in 17 Sprachen
Tel.: 08000116016
www.frauen-gegen-gewalt.de
www.frauenhauskoordinierung.de

Opfer-Telefon bundesweit,
kostenfrei, anonym. Ein Hilfsangebot des WEISSEN RINGS:
täglich von 7 bis 22 Uhr
Tel.: 116 006
www.weisser-ring.de
www.polizei-beratung.de

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch
Sprechzeiten siehe Homepage
Tel.: 0800-22 55 530
www.hilfeportal-missbrauch.de

Männerbüro Hannover e.V.
Sprechzeiten siehe Homepage
Tel.: 0511 - 123 589 0
www.maennerbuero-hannover.de

Auch Frauen, die ungewollt schwanger sind, ihre Schwangerschaft verheimlichen, Fragen, Sorgen und Nöte haben, finden ein offenes Ohr:
Hilfetelefon „Schwangere in Not“
rund um die Uhr, in 18 Sprachen
vertraulich und auf Wunsch anonym
Tel.: 0800 4040020
www.schwanger-und-viele-fragen.de

Ein Gesprächs- und Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche, deren Eltern und andere Erziehungspersonen bietet die
„Nummer gegen Kummer“
Tel.: 08001110550 für Eltern
Tel.: 116 111 für Kinder und Jugendliche
www.nummergegenkummer.de

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