Im Jahre 2012 trafen sich kulturinteressierte Bürger um einem Vakuum abzuhelfen:
 
Das über 1000-jährige Goslar, dreifaches Weltkulturerbe (Rammelsberg, Altstadt und Oberharzer Wasserwirtschaft) mit 1600 Fachwerkhäusern, der einzigartigen Kaiserpfalz, einer bewegten (Kultur-)Geschichte, herausragenden wiederkehrenden Kulturevents (Kaiserring, Paul-Lincke-Ring, Konzertarbeitswochen, Musikfest Goslar, Marktkirchen Bibliothek u.v.m.) hatte kein Leitbild für den Umgang mit diesen Schätzen.

Schnell war man sich darüber im Klaren, dass es mit einem „Leitbild“ allein nicht getan sei. Es sollte ein Handlungsplan entstehen, der praktische Hinweise enthielt das kulturelle Erbe und die kulturelle Identität im Zusammenspiel von Historie, Gegenwart und Entwicklung der kulturellen Vielfalt gezielt zu bewahren, schützen, Freiräume zu schaffen und zum Mitmachen einzuladen.

Es sollte aber auch den Verantwortlichen in Rat und Verwaltung ein praktischer Ratgeber an die Hand gegeben werden, der einerseits als Orientierungshilfe mit Aufforderungscharakter dienen sollte, andererseits aber eine ständige Weiterentwicklung ermöglichte.

Im Spätherbst 2012 machten sich die vier Protagonisten Susanne Braunleder, Uwe Henrich, Dieter Freesemann und Axel Dietsch im Auftrag des Kulturforums, einer Gruppe von ca 15 Kulturvereinen Goslars, ans Werk.

Im November 2014 überreichten sie der Stadtverwaltung ein 35-seitiges Konzept, das ein Leitbild enthielt und, unterteilt in vier Sparten, 90 konkrete Vorschläge zur Gestaltung der Goslarer Kulturlandschaft machte.

Im Ausschuss für Kultur und Stadtgeschichte wurden in der Folge unter Leitung der Vorsitzenden Martin Mahnkopf und Dorothee Prüssner sowie Dieter Freesemann, Uwe Henrich und Axel Dietsch in unterschiedlichen Arbeitsgruppen diese Vorschläge nach Prioritäten geordnet und mit einem Zeitraster versehen. Im Juni 2015 verabschiedete der Rat der Stadt Goslar den "Kulturentwicklungsplan" als Handbuch, Ratgeber und Handlungsanweisung.

Kulturentwicklungsplan der Stadt Goslar als pdf-Dokument downloaden.

Durch die Lenkungsgruppe sind die im Kulturentwicklungsplan vorgeschlagenen Maßnahmen im Sinne eines Monitorings in den vergangenen Monaten erneut betrachtet worden, ihr Umsetzungsstand aktualisiert und in Einzelfällen auch die Priorisierung der vorgeschlagenen Maßnahmen neu bewertet worden. Die aktualisierte Fassung des Kulturentwicklungsplanes 2.0 wurde dann in der Ratssitzung am 20.07.2021 beschlossen.