"Anna Landmann" - Hexenprozess zu Hornburg am 11. Mai

Altstadt-Theater Hornburg - Anna Landmann Aufführungen im Großen Heiligen Kreuz.

Am Samstag 11. Mai 2019 gibt es zwei Aufführung des historischen Stückes „Anna Landmann – Mutmaßliche Szenen aus ihrem Leben“ aus der Feder des Goslarer Autors und Publizisten Hans Georg Ruhe an historischer Stelle im Großen Heiligen Kreuz in Goslar und zwar um 17:00 Uhr und um 19:30 Uhr.

Der Eintritt zu den Anna Landmann Aufführungen ist frei. Um eine Spende wird gebeten. Wegen des begrenzten Raumes im Großen Heiligen Kreuz wird außerdem um eine Platzreservierung gebeten. Anmelden können sich unsere Zuschauer ab sofort unter der E-Mail Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Die Anmeldung und Platzreservierung wird ab 15.04.2019 bestätigt. Plätze ohne Anmeldung sind nur eingeschränkt verfügbar.

Anna Landmann aus Osterode wurde die Nächstenliebe zum Verhängnis. Sie lebte am Rande der Gesellschaft, war sozial sehr engagiert und kümmerte sich um gesellschaftliche Außenseiter.

Anna Landmann wurde aufgrund einer Denunziation und im Zusammenhang mit anderen Hexenprozessen und der allgemeinen »Hexenangst« Ende 1596 verhaftet und mehrmals gütlich und peinlich verhört worden. Zunächst legte sie kein Geständnis ab. Dennoch wurde sie weiterhin gefangen gehalten. Es folgten Verhöre unter Folter. Schließlich gestand die Angeklagte unter Erschöpfung und der andauernden Folter den Teufelspakt.

Ein Todesurteil für die Nächstenliebe. Anna Landmann wird zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt und im  Januar 1597 in Hornburg hingerichtet.

Zeiten in denen Worte zur Gefahr werden. Während der Hexenverfolgungen wurden in Europa im späten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit zwischen 1450 und 1780 etwa 60.000 Menschen hingerichtet, die meisten davon in Deutschland (ungefähr 25.000). Viele wurden lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Um ihr Leiden nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, ist es wichtig, einzelne Schicksale in Erinnerung zu rufen.

Erinnern statt vergessen. Bis heute hat es für die Hingerichteten der Hexenprozesse keine öffentliche Rehabilitation gegeben. An den meisten Orten sind die Leiden der als Hexen angeklagten Frauen, Männer und Kinder in Vergessenheit geraten. Nur in wenigen Ortschaften, wo Hexen verfolgt wurden, wird an das Schicksal der unschuldig hingerichteten Menschen erinnert.

Zum Gedenken an diesen Hexenprozess wurde zum 400sten Jahrestag, am 19. Oktober 1996 das Theaterstück "Anna Landmann – Mutmaßliche Szenen aus ihrem Leben" vom Altstadttheater Hornburg uraufgeführt.

Das Stück zeigt in einer 60 minütigen Inszenierung behutsam ausgewählte Szenen aus Anna Landmanns Leben bis zur Hinrichtung als Hexe. 

Geschrieben wurde es von dem Goslarer Autor und Publizisten Hans-Georg Ruhe. Das Theaterstück entstand 1996 aufgrund einer Initiative der Frauenwerkstatt für Bildung, Kultur und Handwerk gemeinsam mit anderen Projekten, die an Anna Landmann erinnern sollen.
Michael Lindauer (Altstadttheater Hornburg e.V.)

Weitere Informationen zum Altstadttheater Hornburg und zu den Aufführungen: www.altstadt-theater.de