Frankenberger Winterabend am 15. Januar

Nun schon zum 22. Mal laden die Organisatoren der Frankenberger Winterabende ihre Gäste zwischen Oktober und März zu gleichermaßen spannenden und informativen Vorträgen aus fast allen Wissensgebieten in das Kleine Heilige Kreuz ein.

Die neue Saisaon 2018/2019 umfasst sieben Auftritte, die eine Mischung aus höchst aktuellen Fragestellungen und der ewigen Liebe zur Weisheit, der Philosophie, darstellen. Die Winterabende beginnen um 20 Uhr.

Alle Veranstaltungen im Überblick: 

Den Auftakt 2019,  am Dienstag, dem 15. Januar, gibt die Sternredakteurin Katja Gloger, Hamburg (Sprecherin von „Reporter ohne Grenzen“). Sie befasst sich mit der schicksalshaften Beziehung zwischen Russland und Deutschland. Sie hat lange für den Stern aus Moskau berichtet, sich mit der Geschichte und Gegenwart von  „Putins Welt“ auseinander gesetzt.  „Fremde Freunde“ titelt sie ihr im Oktober 2017  erschienenes Buch.

„Nichts ist wie es scheint“;  mit diesem Satz nähert sich Professor Dr. Michael Butter seinem aktuellen Forschungsgegenstand. Am Mittwoch, dem 13. Februar ist er bei den Winterabenden. Er hat „das erste gute Buch über Verschwörungstheorien geschrieben", so stand es in der ZEIT im April diesen Jahres. In seinem Vortrag wird Professor Butter nicht nur in das Thema Verschwörungstheorien einführen, sondern auch einige, besonders wirkmächtige Theorien aus Vergangenheit und Gegenwart präsentieren und analysieren.

Am Donnerstag, dem 7. März 2019 widmet sich Prof. Dr. Anatol Stefanowitsch der Frage „Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen“. Er ist mit seinem Bremer Sprachblog einer der bekanntesten Blogger der Republik; er hat Anglistik studiert und ist heute Professor für Sprachwissenschaft am Institut für Englische Philologie der FU Berlin. Er analysiert die aufgeheizten Debatten der letzten Jahre: Sprachpolizei", "Moralapostel", "Genderkrampf" rassistische und sexistischer Sprachgebrauch- warum erhitzen sich die Gemüter so an Political Correctness? Begriffe wie „Asyltourismus“ und „Messer-Migranten“ werden in der öffentlichen Debatte benutzt.

In seiner aktuellen Buchveröffentlichung hält Stefanowitsch ein engagiertes Plädoyer für politisch korrekte Sprache, da sie eine Frage der Moral sei: "Gerechte Sprache allein schafft noch keine gerechte Welt. Aber indem wir sie verwenden, zeigen wir, dass wir eine gerechte Welt überhaupt wollen".

Zum Abschluss der Winterabendsaison kommt am Mittwoch, dem 27. März 2019, Professor Dr. Karl-Josef Kuschel, katholischer Theologe und emeritierter Professor der Universität Tübingen. Er gilt als einer der wichtigsten Denker des interreligiösen Dialogs in Deutschland. In seinem Anfang des Jahres erschienenen Buch Im Fluss der Dinge, beschreibt er einen Dialog von Hermann Hesse und Bertolt Brecht mit Buddha, Laotse und Zen. Durch seine Sachkenntnis und die beeindruckende Sprach – und klare Formulierungskunst ist es ein Genuss Professor Kuschel zuzuhören.  In seinem Vortrag verdeutlicht er, wie wichtig der Austausch zwischen Religionen und Kulturen ist. Auch heute noch - oder gerade heute.

Die Abende beginnen um 20 Uhr im „Kleinen Heiligen Kreuz“, Goslar, Frankenberger Plan 8. Ist dieses überfüllt, wird in die Frankenberger Kirche ausgewichen. Eintritt wird nicht erhoben, die Besucher helfen durch eine Gabe am Ende die Kosten zu decken. Durch einen Imbiss werden Vortrag (Lesung) und abschließende Diskussion unterbrochen, um an den Abenden auch Raum zum Austausch unter den Besuchern zu schaffen.

Wie üblich ist der Eintritt frei, aber Spenden zur Finanzierung der Winterabende werden erbeten.

Kontakt & Information

Arbeitskreis Frankenberger Winterabend
Frankenberger Plan 8, 38640 Goslar
www.frankenberg-goslar.de