Malerbetriebe wünschen sich weniger Bürokratie

Denkmalschutz vorherrschendes Thema beim 22. Werkstattgespräch

Goslar. Zwölf Unternehmer aus der Maler- und Lackierer-Branche haben beim 22. Werk-stattgespräch gemeinsame Herausforderungen diskutiert. Dabei wurden besonders Verzöge-rungen durch bürokratische Prozesse kritisiert. Gastgeber Pasquale Macrini wies daraufhin, dass die gesamte Innung mit dem Problem zu kämpfen habe. „Wir müssen schnellere Prozesse schaffen“, bekannte Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und bot allen Anwesenden ein offenes Ohr an: Im konkreten Fall versuche er oder die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit den betroffenen Fachdiensten der Verwaltung eine Lösung zu finden. „Wir sind Partner in der Stadt und wir haben uns immer geeinigt und einen Kompromiss gefunden.“

Firmenvertreter von Malermeister-, Malerfach und Malereibetrieben waren der Einladung gefolgt und kamen zur Gesprächsrunde im kleinen Kreis mit Goslars Oberbürgermeister, Vertretern der städtischen Wirtschaftsförderung und des Vereins pro Goslar e. V. in die Räume des Gastgebers: Malerbetriebe Kreutzer. Schnell kristallisierten sich drei Reizthemen heraus: Auflagen des Denkmalschutzes, Schwarzarbeit und Probleme bei der Ausschreibung von städtischen Aufträgen.

Einige Maler empfanden die Vorgaben der Unteren Denkmalschutzbehörde zu überzogen. „Was sollen wir den Kunden sagen?“ Dr. Junk zeigte Verständnis, verwies aber auch auf die Angebote, die die Stadt bereits geschaffen hat: „Wir haben so viel städtebauliche Förderung aus öffentlichen Töpfen vom Land, wir haben im alten Kino Vorträge gehalten, haben extra ein Büro geöffnet zu diesem Thema.“ Bürgerinnen und Bürger müssten sich früh kümmern und Beratungsangebote wahrnehmen, damit Ungereimtheiten ausblieben.

Auch das Thema Schwarzarbeit gab Anlass zur Kritik. Der Oberbürgermeister erläuterte die Schwierigkeit bei Kontrollen: Einen Teil übernimmt der Zoll, der andere muss wiederum von den Kommunen sichergestellt werden. Wer sich nicht sicher sei, könne gern bei der Stadt nachfragen. Seitens der Unternehmer wurde allerdings die Sorge vor Racheakten geäußert, sollten sie den Verdacht von Schwarzarbeit melden. Daneben ärgerten sich einige Firmenvertreter darüber, dass nach Ausschreibungen viele städtische Aufträge an Betriebe außerhalb Goslars gehen. Die Stadt versuche durchaus, Aufträge an Goslarer Unternehmen zu vergeben, so Junk, aber „wir sind hier natürlich an Gesetze gebunden“. Zum Schluss warb er noch einmal für eine offene Kommunikation. „Helfen Sie mir, dass ich ein Stück Frust abbauen kann.“ Bei konkreten Problematiken lasse sich gemeinsam überlegen, was in Zukunft besser gemacht werden könne.

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Malerbetriebe wünschen sich weniger Bürokratie

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Foto 1 (pixabay/Jarmoluk): Denkmalschutz, Schwarzarbeit und städtische Aufträge sind Kritikpunkte bei Goslarer Malerbetrieben. (Freie kommerzielle Nutzung laut Lizenz – siehe https://pixabay.com/de/photos/geb%C3%A4ude-maler-malerei-streifen-1080594)

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Foto 2 (Stadt Goslar): Uwe Schwenke de Wall junior vom Verein pro Goslar und Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk lauschen den Ausführungen der Firmenvertreter.

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