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Umnutzung des historischen Rathauses zum Welterbe-Info-Zentrum

- Baustelleneinrichtung ist der nächste Schritt im Großprojekt -

Goslar. Der Umbau des historischen Rathauses zum Welterbe-Info-Zentrum schreitet voran. Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten Ende 2018 abgeschlossen sein.

Die Fassadenarbeiten sind unter der Regie des Goslarer Gebäude Managements (GGM) und in enger Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz (NLD) abgeschlossen. Im nächsten Schritt geht es an die Baustelleneinrichtung, wie Oliver Heinrich und Manfred Dorloff, Projektsteuerer und Betriebsleiter beim GGM, erklärten. Parallel werde der Bauantrag für den Rückbau eingereicht. „Wir müssen die Baugenehmigung abwarten“, so Heinrich. Darauf soll die Genehmigungsplanung für den Neubau folgen.

In den vergangenen sechs Wochen hat das GGM das Gebäude genau unter die Lupe genommen und sondiert, was problemlos zurückgebaut werden kann und wo die Maßnahme restaurativ begleitet werden muss. „Man muss manchmal einen Umweg gehen, um ans Ziel zu kommen“, so Dorloff. Für das Jahresende 2016 stehen Rückbau und Baustelleneinrichtung auf dem Plan. 2017 folgen der Innenausbau sowie der Neubau im hinteren Bereich. Außerdem werden Fassade und Dächer auf der Nord- und Westseite saniert. Die Fassade auf der Südseite wird 2018 in Angriff genommen. Zunächst wird die Baustelle in kleinerem Umfang eingerichtet. Nach Abschluss des Weihnachtsmarktes wird die Fläche vergrößert. Wie Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk erläuterte, gab es bereits Gespräche mit den anliegenden Gastronomen.

Das umgebaute Welterbe-Info-Zentrum wird vier Funktionen erfüllen. Zum einen ziehen die Tourist-Info sowie die Stiftung Welterbe Harz ins Gebäude ein. Daneben wird es dem Rat und den Bürgern zur Verfügung stehen. Nachdem die Sitzungen des Rates in den vergangen Jahren im Kreistagsgebäude abgehalten werden mussten, kehrt der Rat an den Marktplatz zurück. Und zu guter Letzt fungiert das historische Rathaus selbst als Ausstellungsobjekt.

Laut Planer Dr. Achim Krekeler gilt es dabei, die unterschiedlichen Nutzungsanforderungen in einem schlüssigen Konzept zu kombinieren. Dabei werden Barrierefreiheit und Denkmalschutz beachtet. Das NLD zeigte sich in der Vergangenheit begeistert von dem Nutzungskonzept. Wie man mit Wandmalereien und ähnlichem umgehe, werde sich nach Aussage von Präsident Professor Stefan Winghart noch zeigen. Er setzt auf eine flexible Planung.

Eine Schwierigkeit sind die unterschiedlichen Höhen der Räume und Bereiche. Sie sollen auf ein Niveau angehoben werden. Geplant sind außerdem zwei Fahrstühle. Der Lichthof soll wieder freigestellt werden und darüber hinaus ist auf der Fassadenseite zur Marktkirche ein Atrium in Bogenform geplant, von der eine Treppe wie ein Schacht hinauf zu den Toiletten auf der Zwischenebene führt.

„Uns nützt die schönste Treppe nichts, das schönste Fenster, der schönste Tresen, wenn wir kein schlüssiges Nutzungskonzept haben“, sagte Dr. Junk. Es sei gelungen, mit einem exzellenten Nutzungskonzept an Fördermittel zu gelangen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 9,9 Millionen Euro. Für 450.000 Euro wurde die Fassade saniert, 7,26 Mio. Euro wird der Umbau zum Welterbe-Info-Zentrum kosten. Dafür hat die Stadt eine Förderzusage in Höhe von 5 Mio. Euro aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus 2015“. Hinzu kommen 2,19 Mio. Euro für die Hüllensanierung, die über „Mittel des Beauftragten für Kultur und Medien des Bundes“ (BKM) gefördert werden könnte.

Seinen Anfang nahm das Großprojekt historisches Rathaus 2011. „Es regnete übers Dach in den Huldigungssaal“, erklärte Oliver Heinrich. Zunächst war eine einfache Sanierung des Gebäudes vorgesehen, aber bald entwickelte sich die Idee, ein neues Nutzungs- und Gestaltungskonzept zu entwickeln. Dessen Umsetzung wiederum startete im Oktober 2015 mit der Fassadensanierung.

Download der Pressemitteilung:
Umnutzung des historischen Rathauses zum Welterbe-Info-Zentrum

Download des Bildmaterials:

Rathaus der Stadt Goslar

Foto (Stadt Goslar): Die Südfassade des historischen Rathauses wird 2018 saniert.

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