Angestellte mit Behinderung können Fachkräfte entlasten

Gesprächsrunde zum Thema Inklusion und Arbeitsmarkt

Goslar. Das Thema „Inklusion und Arbeitsmarkt“ sowie den Zusammenhang zum Fachkräftemangel diskutierten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen aus dem Sozialbereich auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk mit Unternehmensleitungen und Vertretern der Wirtschaftsförderung. So waren der Verein ERIK (Eltern für regionale Inklusionskonzepte) Goslar für Niedersachsen, Diakonischen Dienste Goslar, die INN-tegrativ gGmbH und die DRK-TFIS gGmbH vertreten.

Der Treffpunkt, die Jugendherberge Goslar, war passend gewählt, denn hier arbeiten Menschen mit Behinderung. Uwe Wenken leitet die Jugendherberge und ist seit Jahren überzeugt vom Konzept der Inklusion. Er hat mit Astrid Hehlgans und Tom Sommer zwei Angestellte mit Behinderung eingestellt. Ihre Tätigkeiten sind individuell zugeschnitten und betreffen das gesamte Aufgabenfeld der Jugendherberge – von der Reinigung bis zur Bewirtung. Dadurch können sie Fachkräfte entlasten. „Wenn die beiden jeweils 30 Minuten eine Fachkraft ersetzen, damit diese anderen Dingen nachgehen kann, ist es für die Jugendherberge schon wirtschaftlich“, sagt Wenken und verweist auf einen weiteren positiven Effekt: Das Teamgefühl innerhalb des Unternehmens. Das habe sich spürbar verändert, weil Astrid Hehlgans und Tom Sommer mit „einer unheimlichen Motivation“ zur Arbeit kommen. Natürlich habe die Phase des Erlernens von Abläufen gedauert, aber der Mehrwert für das Unternehmen sei klar gegeben. Deshalb ermunterte Uwe Wenke auch andere Unternehmer, Menschen mit Behinderung einzustellen.

Vereine und Institutionen unterstützen dabei – sowohl die Unternehmen als auch die Bewerberinnen und Bewerber mit Beeinträchtigung. Nicole Ahrendt von der DRK-TFIS gGmbH erläuterte die Arbeit des Fachdienstes zur beruflichen Eingliederung. Menschen mit Beeinträchtigungen werden genauso wie die Unternehmen über alle Hürden hinweg begleitet. Das fängt beim Arbeitsvertrag an, reicht aber viel weiter. Man plant mit Hilfe von Jobcoach und Arbeitsbegleitung Wege, die für das Unternehmen wirtschaftlich sind. Geschäftsführer Uwe Rump-Kahl erklärte: „Wir sind eine Ambulante Behinderten-Werkstatt und sind natürlich wirtschaftlich unterwegs. Hier gibt es in allen Punkten Förderungen und Hilfen, die dem Unternehmen zugutekommen. Und wir helfen dabei, mit dem Ziel, den Menschen mit Beeinträchtigung in ein Arbeitnehmerverhältnis zu bekommen.“

Dr. Oliver Junk begrüßte das Engagement. Inklusion sei ein Thema der Gesellschaft. „Es reicht nicht, wenn der Chef sagt: »Ich mach das.« Hier ist die ganze Mannschaft aktiv gefragt.“ Der Oberbürgermeister warb bei den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der IHK (Industrie- und Handelskammer), der IGG (Interessengemeinschaft Goslarer Gastgeber) sowie Kreishandwerksmeister Bernhard Olbrich, in ihren Branchen auf das Thema aufmerksam und es gesellschaftsfähig zu machen. Denn laut Ulrich Heinemann, Kreisbehindertenbeauftragter, leben 7000 Menschen mit Beeinträchtigung im Landkreis Goslar, die arbeitsfähig sind.

Download der Pressemitteilung:
Angestellte mit Behinderung können Fachkräfte entlasten

Download des Bildmaterials:
200921 Gespraechsrunde Inklusion 200x133

Foto (Stadt Goslar): Über Inklusion und Arbeitsmarkt diskutierten Uwe Wenken, Leiter der Jugendherberge, Vertreterinnen und Vertreter von ERIK Goslar für Niedersachsen, den Diakonischen Diensten Goslar, der INN-tegrativ gGmbH und der DRK-TFIS gGmbH sowie IHK, IGG, Kreishandwerksmeister Bernhard Olbrich und Kreisbehindertenbeauftragter Ulrich Heinemann mit Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und der städtischen Wirtschaftsförderung.

Abdruck honorarfrei.

Verantwortlich für diese Meldung:

Der Oberbürgermeister (V.i.S.d.P)
Charley-Jacob-Straße 3
38640 Goslar

 

Ihre Ansprechpartnerin:
Vanessa Nöhr
Telefon: 05321-704226
Telefax: 05321-7041226
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.