Kendo-Meister aus Japan gaben Lehrgang für Goslarer

- Mittlerweile viertes Freundschaftstreffen mit deutschen Sportlern -
Goslar. Hohen Besuch aus Japan begrüßte Erster Stadtrat Burkhard Siebert am Montagnachmittag in der Stadtverwaltung. Zum insgesamt vierten Kendo-Freundschaftstreffen waren Shigeru Yonekura (8. Dan Kendo Kyoshi) und Masahide Fukuta (7. Dan) aus
Tokushima nach Goslar gekommen.

Tokushima ist eine Großstadt und Verwaltungssitz der gleichnamigen Präfektur auf der Insel Shikoku.

Kendo ist eine moderne Form des japanischen Schwertkampfes, dessen Wurzeln bis ins vierte Jahrhundert zurückreichen und der später zum Pflichtfach jedes Samurai wurde. 1966 fand die Sportart ihren Weg nach Deutschland. Als Vertreter der deutschen Kendo-Anhänger begleiteten Sebastian Both, Vizepräsident des Niedersächsischen Kendoverbandes, und Karl-Heinz Borchers, Vorstandsmitglied und Kendowart der Judo-Karate-Club Sportschule (JKCS) Goslar, die japanischen Gäste ins städtische Verwaltungsgebäude.

Anlass des Besuches war der zweite Tokushima Partnerschaftslehrgang in Deutschland, den JKCS Goslar organisiert hatte. Der erste Lehrgang fand 2014 in Hannover statt. 2013 und 2015 reiste eine deutsche Delegation nach Japan. „Es ist das vierte Kendo-Freundschaftstreffen“, berichtete Shigeru Yonekura. Mittlerweile gebe es diese internationalen Begegnungen auch im Judo, Fußball und Handball. Die Präfektur hat 2007 eine Partnerschaft mit dem Land Niedersachsen geschlossen, wie der Kendo-Kämpfer erzählte.
Er hofft, mit seinen Lehrgängen, die japanische Tradition und Kultur weiterzugeben und Kendo in Niedersachsen weiterzuentwickeln.

Er selbst sei fast acht Jahre Mitglied im Vorstand der Sportjugend Niedersachsens gewesen, berichtete der Erste Stadtrat. Dabei hatte er vier Schwerpunkte: Israel, Ägypten, Kasachstan und Japan. So war er bereits nach Japan gereist und hatte die einzelnen Inseln besucht. „Dabei hatte ich einmal selbst das Vergnügen, Kendo auszuprobieren“, sagte Siebert. Auf den Fotos von damals erkenne man zum Glück nicht all die blauen Flecke, die er dabei davontrug. „Wir haben nämlich meist nicht die Bereiche getroffen, die man treffen sollte“, scherzte er. Ob er sich an den Namen des Kendomeisters erinnere, fragte Yonekura. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass es sich bei der Schule um den Vater eines Freundes gehandelt habe. Namen? Siebert winkte ab. „Ich war so mit dem Kendo-Schwert beschäftigt.“

Im Anschluss an den Empfang ging es zum Abendessen auf den Maltermeister Turm. Nach einer kurzen Verschnaufpause zum Verdauen, stand ein gemeinsames Training an. „Da werden sie uns noch mal unter ihre Fittiche nehmen“, kündigte Borchers an. Am Donnerstag waren die Japaner angereist, Dienstagmorgen ging es mit dem Flugzeug zurück in die Heimat. „Eine Schnuppertour zum Wiederkommen“, nannte Siebert den Kurztrip und richtete seinen Dank an die deutschen Sportler als Gastgeber. „Wir können es nur unterstützen, dass es diese Verbindungen gibt.“

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Kendo-Meister aus Japan gaben Lehrgang für Goslarer

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Foto 1 (Stadt Goslar): Von links: Karl-Heinz Borchers, Kendowart des JKSC Goslar, Sebastian Both, Vizepräsident des Niedersächsischen Kendoverbandes, Kendo-Lehrmeister Masahide Fukuta, Sascha Feier, Sportsachbearbeiter der Stadt Goslar, Kendo-Lehrmeister Shigeru Yonekura, Erster Stadtrat Burkhard Siebert und Sven Busse, Fachdienstleiter Bildung und Soziales.

Foto 2 (Stadt Goslar): Kendo-Lehrmeister Shigeru Yonekura und Goslars Erster Stadtrat Burkhard Siebert tauschen Geschenke aus.

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