Goslarerin startet zur „Tour der Freiheit“ durch Deutschland

Maren Küppers möchte Menschen mit Behinderungen Mut machen

Goslar. Maren Küppers aus Goslar startet eine Reise durch Deutschland – „mit meinen Beinen“, wie sie sagt. Was für viele Menschen selbstverständlich ist, ist für Maren Küppers eine „Tour der Freiheit“. „Nach acht Wirbelsäulenoperationen und vier Rehas möchte ich Deutschland per Fahrrad durchqueren“, erklärt die 21-Jährige. Insgesamt 900 Kilometer umfasst die Strecke, los geht es mit ihrem E-Bike am 1. August in Hamburg.

Mit zehn Jahren erlitt Maren Küppers eine inkomplette Querschnittslähmung, aus der sich im Laufe der Zeit eine schwerwiegende Wirbelsäulendeformation entwickelte. Sie musste mehrfach operiert werden. „In den dunkelsten Momenten meines Jahres 2018 habe ich mir die „Tour der Freiheit” vorgestellt für den Fall, dass ich nach der OP meine Beine noch spüren würde“, berichtet sie. Sie habe schon mehrfach wieder laufen gelernt, mittlerweile zum siebten Mal. Auf die Reise vorbereitet hat sie sich in den letzten drei Monaten bei einer Reha mit intensivem Lauf- und Radfahrtraining. Sie traut sich die Tour zu, gibt aber zu, dass „es schon etwas wahnsinnig ist, sich so etwas vorzunehmen, wenn man vor kurzem noch nicht einmal laufen konnte.“ Am 8. August will sie in Goslar ankommen, weitere Stationen sind Paderborn, Koblenz, Trier, Saarbrücken und als Schlusspunkt nach rund vier Wochen Heidelberg, wo sie zur Schule geht. Begleitet und unterstützt wird sie von ihrem Bruder, Freunden und auch unbekannten Freiwilligen. Für das letzte Teilstück sucht Maren Küppers noch eine Begleitperson.

Mit dieser Reise erfüllt sich Maren Küppers nicht nur einen Lebenstraum, sie möchte anderen Menschen mit Behinderung Hoffnung geben, eine Motivation weiter zu kämpfen und an sich zu glauben. Darüber hinaus sammelt sie mit ihrer Aktion Geld für die Kinderkrebsstiftung in Gedenken an ihre Freundin Maura. Sie hatten sich bei einer Reha kennengelernt und sich gemeinsam geschworen: „Wenn wir wieder laufen können, wandern wir durch den Schwarzwald.“ Doch Maura erlag 2018 ihrem Krebsleiden. Bei ihrer Beerdigung fasste Maren Küppers den Entschluss, ihren gemeinsamen Traum allein in die Tat umzusetzen. Ein großer Dank geht an ihren Arzt Prof. Dr. Heiko Koller, der immer an sie geglaubt hat und „ohne den ich nicht mehr hier wäre“.

Die Stadt Goslar und der Stadtbehindertenbeauftragte Axel Dietsch unterstützen das Projekt gemeinsam mit dem Aktionsbündnis „Goslar geht gemeinsam“. Für den Ersten Stadtrat Burkhard Siebert ist die „Tour der Freiheit“ eine „ausgesprochen lobenswerte Aktion, die die Stadt gern begleitet und Hilfestellung leistet. Dabei ging es auch um die Gewinnung möglicher Sponsoren der Tour. Dietsch nennt Maren Küppers eine „Alltagsheldin“. Sie sei ein Aushängeschild im Hinblick auf eine inklusiv denkende Stadtgesellschaft. Vom Aktionsbündnis bekam Küppers einen speziellen Rucksack.
Auf ihrem Blog berichtet sie über ihre Reise www.facebook.com/MarenTourderFreiheit und www.instagram.com/tour_der_freiheit. Weitere Informationen zur Tour und zur Spendenaktion für die Kinderkrebsstiftung gibt es auf ihrer Homepage https://tourderfreiheit.de/unterstuetzen/.

Download der Pressemitteilung:
Goslarerin startet zur „Tour der Freiheit“ durch Deutschland

Download des Bildmaterials: Foto (Stadt Goslar)
Maren Küppers (2.v.l.) startet mit ihrem E-Bike die „Tour der Freiheit“, unterstützt vom Stadtbehindertenbeauftragten Axel Dietsch, Annika Matthies vom Aktionsbündnis „Goslar geht gemeinsam“ und Erstem Stadtrat Burkhard Siebert (v.l.nr.).

 210729 Tour der Freiheit

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