Sigmar Gabriel ist jetzt Ehrenbürger seiner Heimatstadt Goslar

Auszeichnung für außergewöhnliches Engagement über Jahrzehnte hinweg

Meinungsstark und streitbar, einer der sich nicht weg duckt, sondern Haltung und Rückgrat zeigt. So beschrieb Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk am Freitagabend Sigmar Gabriel, bevor er ihm das Ehrenbürgerrecht der Stadt verlieh. Rund 600 Gäste waren zum Festakt in die Kaiserpfalz gekommen, darunter viele prominente Ehrengäste wie Bundesarbeits- und -sozialminister Hubertus Heil, Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, Europaministerin Birgit Honé, der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, sowie Sebastian Krumbiegel von den „Prinzen“, Klaus Meine von den Scorpions und Peter Maffay. Die Laudatio hielt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

„Ich gebe es freimütig zu: Das ist ein sehr bewegender Moment für mich“, erklärte Sigmar Gabriel. Bei aller Schnelllebigkeit habe jeder Mensch die Sehnsucht, sicheren Grund unter den Füßen zu haben. „Ich danke Ihnen, Herr Oberbürgermeister, dass Sie in dieser Stadt Heimat schaffen“, so der Geehrte.

Das Ehrenbürgerrecht erhalte Sigmar Gabriel nicht, weil er sich in seinen Funktionen auf Bundes- und Landesebene großes Ansehen erworben habe und zu einem der einflussreichsten Politiker der Bundesrepublik geworden sei, erläuterte Junk, der Gabriel als Ehrenbürger vorgeschlagen hatte. Er werde vielmehr für sein außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet, das er über Jahrzehnte für seine Heimatstadt Goslar geleistet habe. So habe sich Sigmar Gabriel weit über die Pflichten eines verantwortlichen Parlamentariers hinaus für Goslar eingesetzt – in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen.

Als Beispiele nannte Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk unter anderem die Fortsetzung der Städtebausanierung in Oker, den Beginn der Aufbereitung der Räumaschehalden, die Realisierung von Jugendzentren und die Einführung der „Verlässlichen“ Grundschule in Goslar sowie die Förderung weiterer sozialer Einrichtungen. Gabriel habe die Realisierung wichtiger Infrastrukturprojekte vorangetrieben wie die Anbindung der Gewerbegebiete Baßgeige, Jerstedt und Gutenbergstraße an die Bundes- und Landesstraßen und sich für diverse Fördermittel stark gemacht, beispielsweise für die aktuellen Großprojekte Sanierung des historischen Rathauses, Umgestaltung der Wallanlagen sowie Umbau des Kulturmarktplatzes. „Goslar ist Ihnen großen Dank schuldig“, schloss Junk und äußerte den Wunsch, Gabriel möge sich auch in Zukunft so tatkräftig für Goslar einsetzen – in welcher Position auch immer. „Vielleicht wird ja heute Abend wieder was frei“, scherzte der Oberbürgermeister mit Blick auf die aktuellen Querelen in der Großen Koalition.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte Gabriel als großen Parteipolitiker. Angefangen als junger Revolutionär, der an allem rüttelte, habe Sigmar Gabriel noch heute politisches Feuer, das man ihm nicht austreiben könne. Der Goslarer habe schon früh in die Welt gestrebt, in seiner politischen Karriere Ländergrenzen überschritten, hielt seiner Heimat laut Steinmeier aber immer die Treue. Seine Auszeichnung habe eine Bedeutung, die weit über Goslar hinausreiche. Sie schaffe Aufmerksamkeit für Gabriels politische Haltung: die
Bereitschaft und Fähigkeit, den Sorgen und Wünschen der Bürger nicht von oben herab zu begegnen. Daneben betonte der Bundespräsident den Wert der Demokratie. „Nun ist in der Demokratie nichts perfekt.“ Trotzdem wolle die Mehrheit der Menschen in der Demokratie leben. Nichts dürfe unter den Tisch gekehrt werden, alles müsse auf den Tisch, aber am Wichtigsten sei: „An diesem Tisch muss die Gesellschaft wieder ins Gespräch kommen. Durch Brüllen auf den Straßen wird nichts entschieden.“

Dem stimmte der Geehrte zu: „Wir reden viel zu viel über die Krawallmacher und viel zu wenig über die hunderttausenden Menschen in Deutschland, die hart arbeiten.“ Gabriel erinnerte seine politische Zunft daran, den Bürgerwillen nicht aus den Augen zu verlieren: „Wir sind alle Gewählte und nicht Erwählte.“

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Sigmar Gabriel ist jetzt Ehrenbürger seiner Heimatstadt Goslar

Bildmaterial zur Pressemitteilung:

Ehrenbürger Sigmar Gabriel mit Oberbürgermeister Oliver Junk in der Kaiserpfalz Goslar

Im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk (von links) tragen sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Goslars neuer Ehrenbürger Sigmar Gabriel ins Goldene Buch der Stadt ein.

Sigmar Gabriel posiert mit Töchterchen Marie und Urkunde für die Fotografen

Fotos (Stadt Goslar):
1) Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk (links) applaudiert nach Übergabe der Urkunde dem neuen Ehrenbürger der Stadt: Sigmar Gabriel.
2) Im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk (von links) tragen sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Goslars neuer Ehrenbürger Sigmar Gabriel ins Goldene Buch der Stadt ein.
3) Sigmar Gabriel posiert mit Töchterchen Marie und Urkunde für die Fotografen.

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