Nächste Bürger-Führung: Goslars Zeit als Reichsbauernstadt

Die erste Stadtführung speziell für Goslarer Bürger „Wasser bewegt Goslar“ Ende März war binnen zwei Stunden ausverkauft. Nun legt die GOSLAR marketing gmbh (GMG) nach und veranstaltet Ende April die nächste Bürger-Führung zu Goslars Zeit als Reichsbauernstadt von 1934 – 1945.

Die zweistündige Führung „Die Stadt der drei Reiche – Vom Bergbau zum Reichsbauerntum und zurück“ findet am Samstag, 27. April um 16.00 Uhr statt.

Richard Walther Darré, Reichsbauernführer und Minister für Ernährung und Landwirtschaft unter Hitler, plante aus Goslar das Zentrum des Reichsnährstandes und seiner Blut-und-Boden-Ideologie zu machen. Die Gründe für die bis dato durch Bergbau und Handel geprägte Kaiserstadt waren in seinen Augen die stolze politische Vergangenheit Goslars und seine Lage im Herzen Deutschlands. Goslar bot zur damaligen Zeit eine dankbare Plattform für diese Bestrebungen, freute  sich über die Anerkennung und erhoffte sich einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Baupläne, die in Goslar eine gigantische Verwaltungssiedlung für den Reichsnährstand schaffen sollten, die Nürnberg und Berlin fast „ebenbürtig“ wäre, wurden mit dem sinkenden Einfluss Darrés und dem nahenden Kriegsbeginn jedoch verworfen. Lediglich vier Reichsbauerntage fanden zwischen 1934 und 1938 in Goslar statt und auch die eigens dafür gebaute Goslarhalle fiel weit weniger prachtvoll aus, als geplant. Mit Kriegsbeginn 1939 und der Amtsenthebung Darrés 1942 rückte Goslar wieder aus dem Fokus des nationalsozialistischen Interesses, mit der Aufhebung der Ehrenbürgerschaft von Hitler und Darré wurde dieses Kapitel 2013 endgültig geschlossen.

Auf der Stadtführung werden die Teilnehmer nun noch einmal mitgenommen in die Zeit, als die Bahnhofstraße Adolf-Hitler-Straße hieß. Sie erfahren, wie aus der Bergbaustadt eine Bauernstadt werden sollte und besuchen die Plätze, an denen Darré seine riesigen Verwaltungsbauten plante. Highlight der Stadtführung sind Originalaufnahmen der Zeit, die mittels Beamer an den exakten Aufnahmeorten auf Flächen projiziert werden. Darüber hinaus wird Klaus Helmbrecht als Zeitzeuge die Ereignisse von damals schildern und für Fragen zur Verfügung stehen.

Karten für die Führung sind für 9,00 EUR bei der Tourist-Information am Marktplatz erhältlich. Schnellsein lohnt sich – die Teilnehmerzahl ist wieder auf 25 begrenzt. Termine und Themen für die weiteren Bürger-Führungen der GMG werden in Kürze bekannt gegeben.

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Nächste Bürger-Führung: Goslars Zeit als Reichsbauernstadt

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