Kulturmarktplatz ist ein Beispiel für gelungene Stadtentwicklung

Viel Lob für das Großprojekt beim offiziellen Eröffnungsfestakt

Goslar. Der Kulturmarktplatz hat sich am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Mit dem Frühlingsfest im KUMA wurde die feierliche Eröffnung nachgeholt, die Ende 2021 pandemiebedingt ausgefallen war.

Mit dem KUMA habe die Stadt ein neues Zentrum der Bildungs- und Informationsvermittlung, der Kommunikation und Freizeitgestaltung in der Goslarer Altstadt geschaffen – einen Ort der Begegnung mit einer hohen Aufenthaltsqualität, sagte Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner beim offiziellen Festakt, der das Frühlingsfest einläutete. „Hier finden wir das Stadtarchiv und die Stadtbibliothek, einen Großteil der Marktkirchenbibliothek, den Hort der Campus-Kita Zum Frankenberg, unsere Kulturverwaltung und das Kultur-Café.“ Sie sind vereint unter dem Dach der ehemaligen Hauptschule Kaiserpfalz. Zusätzlich steht der Kommunikationsbereich des KUMA mit multifunktionalen Räumen für Veranstaltungen wie Lesungen, Seminare, Empfänge oder Ausstellungen zur Verfügung. Über den gemeinsamen Eingang und Shop ist auch das Goslarer Museum angebunden.

Die Oberbürgermeisterin betonte die Bedeutung der Förderung: Von 1000 gestellten Förderanträgen, wurden 51 genehmigt, davon lediglich acht mit dem Förderhöchstbetrag von 4 Millionen Euro. Eines dieser acht Projekte ist der Kulturmarktplatz Goslar. Und dessen Umsetzung ist aus Sicht der Fördermittelgeber mehr als gelungen, wie Ministerialdirektor Dietmar Horn hervorhob: „Das Geld ist bestens angelegt – so soll Stadtentwicklung aussehen“, sagte der Abteilungsleiter für Stadtentwicklung, Raumordnung im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Er überbrachte die Grußworte des Ministeriums in Vertretung für Ministerin Klara Geywitz. „Ich bin überzeugt, dass der Kulturmarktplatz eine Bereicherung für diese ohnehin schon sehr schöne Stadt Goslar ist.“ Mit der Sanierung und Umnutzung sei es gelungen, einen Ort zuschaffen, der Freizeit und Bildung vorbildlich miteinander verbindet. „Ich muss sagen, das ist wirklich ein Schmuckstück geworden.“

Dem Lob schloss sich auch Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt an. Sie brach den Nutzen des Projektes auf die 4 Ks herunter. Das erste K stehe für ganz viel Kultur, das zweite für Kommunikation – „ganz wichtig, um das dritte K freizusetzen, nämlich Kreativität“, so Heiligenstadt. Das vierte K seien die Kinder, die mit dem Hort im KUMA eingezogen sind. „Sie stehen für den Oberbegriff Bildung.“

Im Anschluss an die Grußworte schlossen sich Dietmar Horn und Frauke Heiligenstadt der interessierten Bürgerschaft an und schauten sich gemeinsam mit Urte Schwerdtner, Erstem Stadtrat Burkhard Siebert, der das Projekt maßgeblich begleitet hat, Tobias Brandt, Projektleiter des Goslarer Gebäudemanagements, und Marleen Mützlaff, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur, das Gebäude und seine neuen Angebote an.

In der Goslarer Stadtbibliothek können nicht nur Bücher ausgeliehen oder in gemütlichen Sesseln gelesen werden. Sie bietet auch digitale Medien bis hin zu einem MakerSpace, indem Kinder und Jugendliche mithilfe digitaler Technologien kreativ gestalten und sich ausprobieren können. Sie können zum Beispiel einen Mini-Roboter programmieren, dreidimensionale Figuren mit einem 3D-Stift kreiieren oder an einem Modell mit Windenergie experimentieren. Das Stadtarchiv beherbergt mehr als 6000 Urkunden, historische Dokumente und spannende Relikte, und das Goslarer Museum lädt neben seiner Dauerausstellung regelmäßig zu Sonderausstellungen ein. Das Herzstück der Marktkirchenbibliothek ist ein wertvoller Bücherschatz aus der Reformationszeit – in einem eigenen klimatisierten und beleuchteten Präsentationsraum. In den Veranstaltungsräumen werden regelmäßig Lesungen oder andere Veranstaltungen für Goslarerinnen und Goslarer wie auch Gäste angeboten. Sie sind nach Goslars Partnerstädten benannt: dem französi-schen Arcachon, dem tschechischen Beroun, dem polnischen Brzeg, dem schottischen Forres und dem englischen Windsor and Maidenhead. An den Wänden im Haus sind des Weiteren Fototapeten mit Motiven der Partnerstädte zu entdecken sowie ein Motiv der israe-lischen Stadt Ra’anana, mit der Goslar eine Städtefreundschaft pflegt.

Nachdem das Schulgebäude der ehemaligen Hauptschule Kaiserpfalz bereits mehrere Jahre leer stand, startete am 29. Mai 2017 der Umbau zum Kulturmarktplatz. Das Projekt wurde gefördert aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIP) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Nach rund sechsjähriger Planungs- und Bauzeit konnte der Kulturmarktplatz Goslar Ende 2021 in Betrieb genommen werden.

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Kulturmarktplatz ist ein Beispiel für gelungene Stadtentwicklung

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Fotos: Stadt Goslar
1) Bevor sie ihre Grußworte beim Festakt halten, tauschen sich Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (links), Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt und Ministerialdirektor Dietmar Horn über den Kulturmarktplatz aus.
2) Tobias Brandt (von links) erläutert die Herausforderungen der Baumaßnahme im Innenhof des KUMA. Frauke Heiligenstadt (von rechts), Dietmar Horn, Oliver Heinrich, Betriebsleiter des GGM, und Urte Schwerdtner folgen seinen Schilderungen.
3) Kirsten Brocks (links), Leiterin der Stadtbibliothek, zeigt der Gruppe um Frauke Heiligenstadt (von rechts), Goslars Ersten Stadtrat Burkhard Siebert, Dietmar Horn, Urte Schwerdtner und ihrer persönlichen Referentin Joana Fricke die Räume der Stadtbibliothek.
4) Bei strahlendem Sonnenschein haben sich Kulturschaffende, interessierte Goslarerinnen und Goslar sowie Gäste auf dem Museumsufer versammelt, um dem Festakt zu folgen.

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