Gemeinsame Vortragsreihe von Stadt und Geschichtsverein | 06. Juli - 18 Uhr | Kulturmarktplatz Goslar

Dr. Angelika Kroker: „Wo nicht nur Heinrich III. sein Herz verlor“
Mittwoch, 06. Juli 2022, um 18:00 Uhr, im Kulturmarktplatz Goslar, Am Museumsufer 2, Raum Arcachon

Die Stadt Goslar feiert in diesem Jahr ihr 1.100. Jubiläum. Aus diesem Grund veranstalten der städtische Fachbereich Kultur und der Geschichtsverein Goslar mit finanzieller Unterstützung durch die Goslarer Marketing Gesellschaft eine Vortragsreihe zu elf Jahrhunderten Stadtgeschichte.


Mittwoch, 06. Juli 2022 | Dr. Angelika Kroker:
Goslar im „langen“ 19. Jahrhundert.Verfassung, Verwaltung und Politik

Im 19. Jahrhundert wurde Goslar von einer freien Reichsstadt zu einer Landstadt unter wechselnden Herrschaften. Die europäischen Revolutionen von 1830 und 1848 fanden ihren Widerhall auch in der Harzrandstadt. Die spektakulärsten Ereignisse waren in dieser Hinsicht wohl die tumultartigen Ausschreitungen vom 20. März 1848, bei denen Bürgermeister Sandvoss und Syndikus Neuburg von einer wütenden Menge aus der Stadt vertrieben wurden. Erst nach der preußischen Annexion von 1866 gelang Goslar unter den Stadtoberen Theodor Tappen und Georg von Garssen die Anpassung an die Zeitumstände und erlangte neue Bedeutung als „Pensionopolis“.


Mittwoch, 21. September 2022 | Clemens Cornelius Brinkmann:
Zwischen den Stühlen? Die Reichsstadt Goslar im Zeitalter der Konfessionalisierung (1552-1648)

Die ökonomischen Regelungen und die politischen Konsequenzen des Riechenberger Vertrages von 1552 bedeuteten einen Wendepunkt in der Goslarer Stadtgeschichte. Im Vortrag sollen primär die darauffolgenden politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in der Zeit bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges behandelt werden. Im Fokus werden dabei die Fragen stehen, ob sich im Goslar dieser Jahre die Herausbildung einer dezidiert lutherischen Konfessionskultur feststellen lässt und inwieweit das Bekenntnis für politische Entscheidungen (insbesondere im Dreißigjährigen Krieg) von Bedeutung war.


Mittwoch, 28. September 2022 | Martin Stöber:
... tönt jetzt vom Greifwerk Arbeitsklang Goslar im Zeichen der Industrialisierung

Mit der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen änderten sich auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen massiv. In den Jahrzehnten vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs profitierte Goslar nicht nur von der Rückbesinnung auf die mittelalterliche Geschichte oder vom wachsenden Tourismus. Auch Industrie und Gewerbe erlebten, auch abseits der Montanwirtschaft, eine "neue Zeit", deren Geschichte im Rahmen des Vortrags nachgespürt werden soll.


Mittwoch, 05. Oktober 2022 | Dr. Peter Schyga:
Das lange 20. Jahrhundert: Brüche und Kontinuitäten in der Stadtgesellschaft Goslars

Das zwanzigste Jahrhundert war für die Goslarer Stadtgesellschaft gekennzeichnet durch drei Katastrophen, etliche Krisen und deren Überwindung. Diesen Brüchen stehen über den langen Zeitraum gesehen für die Stabilität der Stadtgesellschaft wichtige Kontinuitäten gegenüber, die auch an Personen gekoppelt sind. In dem Vortrag wird versucht, diesen komplexen Weg vom Ende des Ersten Weltkriegs bis ins Heute analysierend zu verfolgen.


Mittwoch, 12. Oktober 2022 | Dr. Christine Bauer:
Das Goslarer Rathaus: Ein Streifzug durch die Baugeschichte

Das Goslarer Rathaus steht wie kein anderes Gebäude für die Bürgerschaft und die Geschichte der Stadt. Tatsächlich handelt es sich um eine Gebäudegruppe unterschiedlicher Bauepochen, die Zeugnis abgibt von den wirtschaftlichen Blütephasen der Stadt und den jeweiligen Zeitgeschmack der Bürgerschaft widerspiegelt. Im Zuge der seit 2010 durchgeführten Sanierung konnten mit Hilfe naturwissenschaftlicher Methoden sowie bautechnischer und restauratorischer Untersuchungen neue Erkenntnisse gewonnen werden. Im Vortrag werden diese Erkenntnisse auch an Hand einer virtuellen Präsentation dargestellt.

 

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