Die Wallanlagen werden zum Erholungsgebiet

Sitzstufen an den Judenteichen – Wegeverbindungen mittels Pflasterung

Es gibt Veränderungen in den historischen Wallanlagen. Nach der Fertigstellung der Frischwasserleitung von der Abzucht zu den Teichen und der Entschlammung des Kahnteiches gehen die Arbeiten weiter – der nächste Schritt ist nämlich die Umgestaltung der Wallanlagen.

Mithilfe des Bundesförderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ wurde bereits die Feldmauer saniert, die in Teilbereichen eingestürzt war. Der Wurzeldruck der oberhalb der spätmittelalterlichen Mauer gepflanzten Kastanienallee hatte in den vergangenen Jahren erhebliche Schäden verursacht, die behoben werden mussten. Anfang des Jahres wurden außerdem Pflegemaßnahmen in den Grünanlagen rund um die Judenteiche durchgeführt. Es galt, dem erheblichen Wildwuchs entgegenzuwirken - einige Jungbäume wurden entnommen, um anderen Bäumen die Chance auf ein gesundes Wachstum zu geben. Bei den folgenden Arbeiten soll es aber keine weiteren Baumfällungen geben, es steht nur noch die Pflege des Wallkörpers selbst auf der Agenda.

Nun geht es also in die Umsetzung eines durchgeführten Architektenwettbewerbs zur Neugestaltung der Grünanlagen. Zentrale Aussage des Siegerentwurfs war die Schaffung von Sitzblöcken oberhalb und unterhalb der Judenteiche, die zum Verweilen abseits des Weges einladen sollen. Der Siegerentwurf wurde mit Blick auf Natur- und Denkmalschutz, Nutzung und Pflegeaufwand überarbeitet.

Am Hang zwischen Kötherstraße zu den Judenteich sollen zwei Sitzstufen aus Sandstein wassernah und eine im oberen Bereich entstehen – vier weniger als in der ursprünglichen Planung vorgesehen. Auch am Zwinger weicht man vom alten Plan ab. Dort waren viele Einschnitte geplant. „Das wird so nicht umgesetzt“, erklärt Dr. Christine Bauer, die das Projekt von städtischer Seite begleitet. Der eigentlich als Terrassenbereich vorgesehene Teil werde so belassen, der verfallene und nicht mehr benötigte Aufgang von der Kötherstraße zum Zwinger geschlossen. Dafür wird ein Aufenthaltsbereich mit Sitzblöcken auf der dem Kahnteich zugewandten Seite geschaffen, der auch gastronomisch von der Gaststätte Zum Zwinger genutzt werden kann. Der untere Fußweg am Zwinger wird zurückgebaut und zur Grünfläche. Dafür soll der Fußweg an den Judenteichen entlang erneuert werden.

Zwischen den Grünflächen an den Judenteichen und dem Kahnteich soll die Kötherstraße eine Pflasterung mit Granitsteinen erhalten, um so den Zusammenhang zwischen den Wallanlagen, aber auch die Altstadtgrenze zu betonen. Hierfür soll ein gelblicher-grauer Granitstein verwendet werden, der mit der Farbigkeit der neuen Sandsteinsitzblöcke korrespondiert. Eine flächige Sitzauflage aus Holz gewährleistet, dass kein Unrat zwischen Holztrallen der Sitzauflage fallen kann. Die Steinmaterialien sollen erkennbar neu sein, sich aber dennoch in den Gesamtbestand der historischen Stadtbefestigung, wo Sudmerberger Sandstein dominiert, einfügen. Losgelöst von der Umgestaltung der Wallanlagen könnte zu einem späteren Zeitpunkt auch die St. Annenhöhe gepflastert werden, um die Wegeführung zu unterstützen.
Ein besonders wichtiges denkmalpflegerisches Anliegen ist, den künstlich aufgeschütteten Erdwall zunächst im Bereich der Judenteiche durch eine bodendeckende Bepflanzung zu schützen. Die Uferbepflanzung der Judenteiche bleibt grundsätzlich erhalten, um den dort lebenden Amphibien den Lebensraum zu bewahren. Ähnlich sorgfältig wurden Lebensräume in der sanierten Feldmauer erhalten, in der Öffnungen zum Unterschlupf der dort heimischen Tierwelt erhalten bzw. geschaffen wurden. Generell plädiert Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk für hinterlegte Pflegestandards, um Grünwuchs und Verschmutzungen durch achtlos weggeworfenen Müll in Zaum zu halten. „Die Stadt hat sich nicht gerade überschlagen bei der Pflege in den letzten zehn Jahren.“

Junk sieht die Wallanlagen als „ganz wertvolles Areal“ – nicht nur touristisch. „Das ist tatsächlich der Bürgerpark.“ Sein Lob gilt Dr. Bauer, die sich erfolgreich um Bundesfördermittel bemüht hatte. Eine Million Euro zahlt nun der Bund, 100.000 Euro die Stadt. „Dass wir diese hohe Förderung aus Berlin bekommen haben, war keine glückliche Fügung, sondern Ihr Erfolg.“

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Umgestaltung Wallanlagen

Foto (Stadt Goslar): Dr. Christine Bauer und Dr. Oliver Junk schauen bei einer Begehung auf den Plan, welche Umgestaltungsmaßnahmen als erstes anstehen.

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Der Oberbürgermeister (V.i.S.d.P)
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38640 Goslar

 

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