HATIX für den Westharz

– Kurgäste sollen kostenlos den ÖPNV nutzen -

Bereits seit vielen Jahren können Kurgäste im Ostteil des Harzes mit ihrer Kurkarte das Angebot des ÖPNV kostenfrei nutzen.

Durch die in Niedersachsen derzeit in Abstimmung befindliche Änderung des Kommunalabgabengesetzes wird es zeitnah auch für niedersächsische Kommunen die Möglichkeit geben, Kurgästen eine kostenfreie Nutzung zu anzubieten.

Im Rahmen der Initiative „EIN HARZ“ wurden in der dortigen Arbeitsgruppe Verkehr in den vergangenen Monaten bereits umfangreiche Informationen von den Partnern im Ostharz zur Verfügung gestellt. In der letzten Arbeitssitzung im Dezember des vergangenen Jahres ist intensiv über die Ausweitung auf den niedersächsischen Teil des Harzes gesprochen worden. Die Einführung des HATIX für den gesamten Harz ist dabei eine zentrale Forderung der Initiative „EIN HARZ“. Bereits im Februar wird es daher eine Sondersitzung der Arbeitsgruppe Verkehr, unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (Nordhausen), zum Thema HATIX in Goslar geben. Eingeladen werden dabei – neben den Mitgliedern der Arbeitsgruppe – gezielt Kurbeitragskommunen aus dem Landkreis Goslar.

Bereits am heutigen Donnerstag konnte sich Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk vom Leiter der Harz AG, Peter Hausmann, über die enorme Wirkung von HATIX unterrichten lassen. So nutzten im Bereich des Landkreises Harz allein im vergangenen Jahr über 500.000 Gäste diese kostenlose Möglichkeit. Ein Teil des eingenommenen Kurbeitrages fließt bei diesem System an die Verkehrsträger zurück und ermöglicht so eine Kostendeckung.

HATIX hat bei unseren Nachbarn auch zu zwei weiteren positiven Effekten geführt. So konnte die Meldeehrlichkeit der Gäste um ca. 20 % gesteigert werden, was nicht zuletzt auch an dem deutlich gesteigerten Gegenwert der Kurkarte liegt. Ein weiterer Aspekt ist die Auslastung des ÖPNV. Einzelne Kurorte im Anwendungsgebiet wären durch das relativ geringe Nutzungsverhalten des ÖPNV durch die einheimische Bevölkerung in den letzten Jahren mangels Wirtschaftlichkeit vom Netz genommen worden. Im Zusammenhang mit der HATIX-Nutzung konnten diese Zahlen jedoch durch die Nutzung von Gästen ausgeglichen und die negativen Effekte abgemildert werden - Hatix wirkt also.

Die Stadt Goslar wird in den kommenden Monaten die Änderung des Kommunalabgabengesetzes positiv begleiten und eine Einführung für die Gäste der Stadt prüfen.

„Wenn es uns gelingt Kurbeiträge für die Urlauber attraktiver zu machen und wir gleichzeitig die Nutzerzahlen in unseren Bussen steigern, dann gewinnen wir zufriedenere Gäste und einen besser ausgelasteten Busverkehr. Beides braucht der Harz und Goslar“, so Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk.

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HATIX für den Westharz

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Foto: Stadt Goslar - v.l.n.r. Dirk Becker, Fachbereichsleiter Finanzen und Wirtschaft, Peter Gaschler, Geschäftsführer Stadtbus Goslar GmbH, Kati Müller, Projektmitarbeiterin Harz AG, Peter Hausmann, Vorstand Harz AG und Dr. Oliver Junk, Oberbürgermeister der Stadt Goslar

 

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