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Länderübergreifende Zusammenarbeit weiter auf Erfolgskurs

- 10. Treffen der EIN-HARZ-Initiative – Staatskanzleien erstmals zu Gast -

Goslar. Zum ersten Mal waren die Staatskanzleien zu Gast: Heute haben sich 40 Vertreter der Initiative EIN HARZ und des Regionalverbands Harz im Berufsförderungswerk Goslar getroffen. Es war die zehnte Tagung der länderübergreifenden Initiative, aber erstmals waren neben Städten, Landkreisen, Unternehmen, Hochschulen und Institutionen auch die Staatskanzleien der „Harz-Bundesländer“ Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vertreten. Außerdem kam Niedersachsens Landesbeauftragter Matthias Wunderling-Weilbier zur Tagung. „Es ist mir eine außerordentliche Freude, dass Vertreter der Landesregierungen da sind“, sagte Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk in seiner Begrüßung und warb für engere Zusammenarbeit. Den Faden nahm Wunderling-Weilbier auf: „Wir begrüßen die Initiative außerordentlich.“ Die niedersächsische Landesregierung werde sich einbringen und gern unterstützen.

Martin Skiebe, Landrat des Landkreises Harz, berichtete, wie es um die geplante Verschmelzung der EIN-HARZ-Initiative mit dem Regionalverband steht. Mit der Fusion gäbe es ein Gremium, in dem sowohl die Landräte als auch die Bürgermeister der einzelnen Harz-Städte sitzen. Der Regionalverband ist gemeinnützig, nach der Fusion mit EIN HARZ wolle man aber für die Region werben. Es gelte, die gemeinnützige Arbeit nicht zu gefährden und gleichzeitig wirtschaftliche Betätigung rechtssicher zu ermöglichen, erläuterte Skiebe.

Die Vertreter der Staatskanzleien die Initiative „Drehort Harz“ vor. Das Mittelgebirge soll länderübergreifend als Filmkulisse herausgestellt werden. Das rief Erinnerungen bei Goslars Oberbürgermeister auf den Plan: Monuments Men und George Clooney. „Allein, dass der da war – was das an Aufmerksamkeit für die Stadt bedeutet hat. Das war gigantisch.“

Anschließend berichteten die Arbeitsgruppen von ihren Fortschritten. Den Anfang machte Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert zum Thema Image. „Das war einer der wesentlichen Aufhänger überhaupt für diese Initative.“ Ziel sei nun, die Vorteile der Harzregion hervorzuheben und die Wahrnehmung zu korrigieren. Auch den Harzern selbst müsse bewusst werden, wie viel ihre Region zu bieten habe – nämlich mehr als nur Tourismus. Die Region Harz soll eine Marke werden. Dazu will eine kleinere Arbeitsgruppe unter professioneller Anleitung von Bernhard Stradner, Geschäftsführer der Goslarer Agentur IDL, ein Konzept erstellen.

Kai-Christian Süllau von der Hochschule Nordhausen regte in Vertretung von Präsident Prof. Dr. Jörg Wagner als Sprecher der Bildungs-Arbeitsgruppe an, junge Menschen in Projektarbeiten einzubeziehen. In Goslar und Nordhausen habe man bereits Erfahrung mit studentischen Praktikanten gemacht. Daneben seien Abschlussarbeiten in Zusammenarbeit mit den Verwaltungen möglich. Die Hochschule will außerdem ausloten, welche Fördermöglichkeiten es gibt.

Für den Bereich Verkehr berichtete der Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen. „Jeder weiß, dass Infrastruktur die Voraussetzung ist, damit sich die Region entwickelt“, sagte Dr. Klaus Zeh. Gerade bei der Verkehrsanbindung innerhalb des Harzes hake es noch. In ihrer letzten Sitzung habe sich die Arbeitsgruppe dem Bahnverkehr gewidmet. „Wir wollen keine Verschlechterung des Services, keine Einschränkung von Linien.“ Stattdessen verfolge man die Idee eines länderübergreifenden touristischen Tickets. Allerdings bedürfe es dazu rechtliche Rahmenbedingungen, die das Vorhaben erleichtern. In Niedersachsen sei das bereits in Gang gebracht, so Zeh. Für Thüringen arbeitet man an einer Lösung.

Es soll weiter voran gehen. Das nächste Treffen ist für den 18. August in Bad Sachsa angesetzt. „Es ist schön, wenn eine Initiative Fortschritte macht“, freute sich Dr. Oliver Junk. Sein Wernigeröder Kollege Peter Gaffert hatte sich bereits tags zuvor beim Treffen der Arbeitsgruppe Image beeindruckt gezeigt. „Wir haben so viel schon in so kurzer Zeit erreicht. Das war vor einem Jahr noch nicht absehbar.“

Download der Pressemitteilung:
Länderübergreifende Zusammenarbeit weiter auf Erfolgskurs

Download des Bildmaterials:

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Foto 1: Dr. Klaus Zeh (2.v.l.), Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, stellt die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Verkehr vor. Neben ihm sitzen rechts die Oberbürgermeister von Wernigerode und Goslar, Peter Gaffert und Dr. Oliver Junk, links von Sangershausen, Ralf Poschmann.

Foto 2: Das zehnte Treffen der Initiative EIN HARZ zählte 40 Teilnehmer. Nicht alle fanden den Weg aufs Gruppenfoto.

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